Erste Auflage am Buschmannshof mit neuem Konzept
'Mondtreff' startet trotz Regen stimmungsvoll
Der erste Abend vom neuen Wanner „Mondtreff“ (halloherne berichtete), der Alternative zu den Mondnächten, hatte am Freitag (29.5.2026) einiges zu bieten. Die „Umsonst und draußen“-Feier am Buschmannshof startete gemächlich, nahm dann aber Fahrt auf. Durch Wind, Gewitter und Regenschauer wurde es auch zwischendurch etwas ungemütlich, doch die gute Stimmung blieb – genauso wie die Besucher.
Kurz nach dem Start um 18 Uhr konnte man sich noch einen guten Überblick vom neuen Aufbau der Fläche verschaffen, weil zu diesem Zeitpunkt der Andrang der Besucher überschaubar war. Viele nutzten die bereitgestellten Sitzmöglichkeiten, darunter auch mehrere ehemalige Kirchenbänke aus der Zwölf-Apostel-Kirche.
Kleine Bühne mitten innerhalb der Beschicker
Die auffälligste Änderung: Die zentrale, aber kleine Bühne mitten innerhalb der Beschicker. Das kommt unter anderem bei Schausteller Marius Morck gut an. Er betont im halloherne-Gespräch: „So sind nun alle Getränke- und Essensstände um die Bühne herum aufgebaut und die Besucher stehen nicht mehr nur noch auf einer Seite.“
Von einer großen Bühne wie in den vergangenen Jahren hatten sich die Verantwortlichen vom Stadtmarketing Herne ebenso (vorläufig) verabschiedet, wie von lauter Musik durch Cover-Bands. Stattdessen lief zunächst über eine ausgewählte Playlist aktuelle Hintergrundmusik mit vielen Songs, die man aus dem Radio kennt. Ab 20 Uhr sorgte dann DJ Carib am DJ-Pult für Stimmung.
Regen und Gewitter halten die Leute nicht ab
Doch bis dahin mussten oder wollten die meisten Besucher schon die zahlreichen Zeltdächer nutzen, da gegen 19:40 Uhr die aufgezogenen dunklen Wolken sich in ein Gewitter samt Regen verwandelten. Von den Organisatoren kam aber schon etwas später der Daumen nach oben: Die Leute haben sich vom Regen nicht abschrecken lassen, sondern untergestellt – alles läuft weiter und die Dächer haben sich bewährt.
Und wie sahen die Besucher selbst das neue Konzept? „Der erste Eindruck ist positiv, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Wir schauen mal, wie es so wird und warten ab“, hieß es zu Beginn unisono aus einer Gruppe, die zu regelmäßigen Besuchern bei den Mondnächten zählten.
Viel Freude mit den Kirchenbänken
Anja und Sandra aus Wanne-Eickel sind sich schnell einig: „Uns gefällt es besser als zuletzt. Auch mit der Musik ist es nun perfekt.“ Dem schließen sich mit Hildegard und Renate zwei Rentnerinnen als Stammgäste an: „Bei der nicht so lauten Musik kann man sich einfach besser unterhalten. Für den ersten Eindruck ist es gut.“ Großen Gefallen haben beide ältere Damen an den Kirchenbänken gefunden: „Die sind ideal“, so ihr Fazit.
Leonard ist der jüngeren Generation um die 20 zuzuordnen. Er sagt: „Es ist gut geworden, es gibt viele Sitzplätze und Bänke. Für mich ist aber die Bühne ungewöhnlich und ich finde sie zu klein.“ Ein gemischtes Echo also für den ersten Abend, große Kritik liest sich aber anders. Klar ist bei solchen Events: Es steht und fällt mit dem Wetter. Am Anfang hat möglicherweise die Hitze noch den ein oder anderen abgeschreckt.
So geht es weiter
Am Samstag, 30. Mai 2026, folgt dann der zweite Teil. Von 15 bis 18 Uhr werden wieder rund um das Boulefeld zahlreiche Spiel- und Mitmachangebote für Kinder angeboten, zudem sind unter anderem die Black Barons vor Ort, um Interessenten American Football näherzubringen. Ab 20 Uhr stehen die Lokalmatadoren der „Los Gerlachos“ auf der Bühne und werden mit ihren Gitarren den Buschmannshof mit Sounds füllen. Der Eintritt ist frei, es dürfen jedoch keine eigenen Speisen und Getränke mitgebracht werden.