Kreishandwerkerschaft zur Schwarzarbeit

Stellungnahme

Willkommen im Handwerk
Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rechtsanwalt Martin Klinger. Foto: Stefan Kuhn

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Herne/Wanne-Eickel/Castrop-Rauxel, Martin Klinger, nimmt zur Schwarzarbeit Stellung: "Das lokale Handwerk ist mit den aktuellen Vorgehensweisen und Ergebnissen nach Anzeige von offensichtlichen Schwarzarbeitsprojekten nicht mehr zufrieden. Eine lokale Arbeitsgruppe der betroffenen Akteure am Arbeitsmarkt auf Initiative der Kreishandwerkerschaft soll hier mittelfristig Besserung bringen. Bereits im Frühjahr des Jahres hatten Beate Goerres und Nikolaus Bley von der Entwicklungsgesellschaft für Erziehung, Bildung und Arbeit gGmbH, kurz EBA, einer gewerkschaftsnahen Initiative, die eng ebenfalls mit der Handwerkskammer Münster zusammenarbeitet, die Vorstandssitzung der Kreishandwerkerschaft, die Mitgliederversammlung und - soweit gewünscht – auch die einzelnen Innungsversammlungen besucht, um für das Thema zu sensibilisieren und in der Regel eine angeregte Diskussion auszulösen.

Aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen und Aufgabenbereiche beispielsweise der lokalen Ordnungsämter, der Berufsgenossenschaften, wie auch der entsprechenden Abteilungen des Zoll müssen aus hiesiger Sicht unter Einbeziehung weiterer wichtiger gesellschaftlicher Aspekte die Vorgehensweisen gebündelt werden. Die Zielgruppen sind dabei neben der allgemeinen Öffentlichkeit, auch die Entscheidungs- und Verantwortungsträger aus Politik und Verwaltung, dabei insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsämter und Vergabestellen, politische Mandatsträger, aber eben auch die Berufsgenossenschaften und der Zoll, schließlich aber auch die Gewerkschaften, denn beim Thema Schwarzarbeit sitzen diese mit den Arbeitgebern „gleichsam in einem Boot.“

Schwarzarbeit stoppen.
Schwarzarbeit stoppen. Foto: Pixabay

So sollte sich die Bekämpfung der Schwarzarbeit als Teil der Wirtschaftsförderung etablieren, denn es geht hierbei auch gegen schlechte Arbeitsbedingungen, gegen Niedriglöhne und gegen illegale Beschäftigung. Gleichsam gilt es, die hohe Qualität der Arbeit und der Sicherheit, wie sie durch Meisterbetriebe der Innungen gewährleistet werden kann, wieder in den Fokus der Auftraggeber aber auch der öffentlichen Vergabestellen zu lenken. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt, eine neue „Kultur des Hinschauens“ ist daher zwingend erforderlich.

Die bereits Benannten der EBA gGmbH haben ihre Mitarbeit und ihren Einsatz bereits zugesichert, die Bereitschaft der weiteren Akteure wird in den kommenden Wochen abgefragt, sodass möglichst zeitnah nach den großen Ferien Anfang September des Jahres ein erstes Treffen des runden Tisches Bündnis zur Bekämpfung von Schwarzarbeit in Herne und Castrop-Rauxel auf Initiative der Kreishandwerkerschaft stattfinden kann."

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