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Für das K111 hat der Architekt eine Ziegelfassade entworfen, mit der er an die bauliche Tradition des Ruhrgebiets der 1920er Jahre anknüpft.

Neubau am Herner Bahnhof kurz vor der Fertigstellung

K111 - Wohnen in zentraler Lage

Lang ist es nicht mehr, bis die ersten Mieter im markanten Neubau an der Ecke Bahnhofstraße/Bahnhofsplatz wohnen können. Seit Donnerstag (1.10.2020) gilt der erste Mietvertrag im K111, damit sind etwas über drei Jahre nach dem Spatenstich im Mai 2017 vergangen (halloherne berichtete). Weitere Mieter folgen in den nächsten Monaten. Die halloherne-Redaktion sprach mit Alexander Bredensteffen, Mitarbeiter der Immobilienmanagementfirma ImoExperts und zuständig für die Vermietung der neuen Wohnungen, über das fast fertige Neubauprojekt.

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„Der Bau ist noch nicht fertiggestellt, dennoch sind es nur noch wenige Schritte. In knapp zwei Wochen werden die Außenanlagen zur Bahnhofstraße fertig sein, dazu kommen in den letzten Schritten noch die Flure, die Türen und das Treppenhaus. Die neuen Mieter freuen sich auf ihren Einzug“, sagte Bredensteffen. Die Bauzeit habe sich nur geringfügig verlängert, ursprünglich war man von einem Ende im Sommer 2020 ausgegangen. „Im Großen und Ganzen lief das nach Plan. Nur am Anfang gab es eine kleine Verzögerung, weil das Bauunternehmen Insolvenz anmelden musste.“

Seitlich ist es genauso hoch wie die Nachbargebäude mit sechs Etagen, in der Mitte überragt es die Häuserreihe mit insgesamt sieben Stockwerken.

36 Wohnungen entstehen direkt gegenüber des Bahnhofs, die alle barrierefrei und hochwertig ausgestattet sind, wie der zuständige Mitarbeiter erläutert. Die Größen reichen von 60 Quadratmetern für eine Single-Person bis hin zu 120 Quadratmetern für eine Familie. Sieben Geschosse samt Aufzug hat der neue Wohnkomplex K111, zwischen zwei und vier Zimmern haben die jeweiligen Wohnungen, die alle mit einem Balkon oder Loggia ausgestattet sind. Das Gebäude ist zudem als KfW 55 Effizienzhaus konzipiert, das Heizen wird über eine Erdwärmepumpe betrieben, zudem gibt es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Ein Blick in eine der K111-Wohnungen mit einem Möblierungsvorschlag.

In der Tiefgarage entstehen 21 Pkw-Stellplätze, die auch mit einer E-Ladesäule ausgestattet werden können sowie einem offenen Fahrradkeller. „So können die Bewohner mitten in der Stadt auch gut auf ein Auto verzichten, da es nur wenige Meter bis zum Bahnhof mit Bus und Bahn sind“, merkte Bredensteffen an.

In den Wohnungen selbst sind unter anderem mit Echtholzparkett, einer intelligenten Haustechnik, einem modernen und komfortablem Bad, einer offenen Küche und einer Fußbodenheizung ausgestattet. „Dazu kommen beispielsweise Holzfenster, bei denen die Be- und Entlüftung mit Außenluftdurchlässen gesteuert wird. Von den Grundrissen her sind alle Wohnungen offen und hell geschnitten“, berichtete Alexander Bredensteffen.

Die Eingangstüre aus Massivholz unterstreicht den gehobenen Charakter des Gebäudes.

Insgesamt legt der Mitarbeiter der Immobilienfirma darauf Wert, dass Komfort im neuen K111 groß geschrieben wird. „Das K im Namen steht nicht nur für die Bauherren Annette Kleybodt und Dr. Ludger Kleyboldt, sondern auch für die Architekten Kleihues und Kleihues. Zusätzlich eben auch für Komfort“, erklärte Bredensteffen. Die 111 ist dabei von der Hausnummer abgeleitet. Früher stand an der Stelle ein Eckgebäude mit dem Fachgeschäft Kinderwagen Lordick, bevor dies dann abgerissen wurde (halloherne berichtete).

Das Ganze hat auch seinen Preis: Die Kaltmieten fangen für rund 60 Quadratmeter bei 721 Euro an, die von der Firma ausgezeichneten Top-Wohnungen in den höher liegenden Geschossen kosten je nach Größe bis zu 1621 Euro Miete. Dazu kommen veranschlagte Nebenkosten zwischen 150 und 300 Euro.

Das Vermietungsbüro liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Eigentlich waren sämtliche bereits unterschriebene Mietverträge erst ab November vorgesehen. Dennoch zog Doris Grüger bereits am Donnerstag (1.10.2020) ein. Der Grund: Durchaus kurios, wie sie im Gespräch mit halloherne verriet. „Ich hatte meine alte Wohnung gekündigt und war davon ausgegangen, dass am 1. Oktober der Einzug ansteht. Ich hatte gar nicht gesehen, dass es eigentlich erst einen Monat später ist“, sagte die 71-Jährige. „So hätte ich nun zusammen mit meinen Sachen irgendwo unterkommen oder auf der Straße leben müssen. Zum Glück konnten Alexander Bredensteffen und das Team sowie die Handwerker noch meine Wohnung sehr schnell fertigstellen, sodass ich nun schon hereinkonnte. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Die alleinlebende Witwe hat sich für eine der Wohnungen mit rund 60 Quadratmetern entschieden. "Ich habe mich für den Neubau entschieden, weil die Lage ideal ist und ich schnell überall mit dem Bus oder der Bahn hinkomme", erläuterte die neue Mieterin und fügte an: "Als ich die neue Wohnung dann gesehen habe, war ich sehr zufrieden. Sie hat eine gehobene Ausstattung und ist für mich perfekt." Über eine Bekannte, die nun ganz in der Nähe wohnt, habe sie vom Projekt gehört und sich dann dafür entschieden.

Derweil sieht Bredensteffen einen weiteren wesentlichen Punkt für das Neubauobjekt: „Den Bauherren ist bei diesem Gebäude die Nachhaltigkeit sehr wichtig gewesen. Dazu kommt, dass die Familie Kleyboldt seit vielen Generationen in Herne verwurzelt ist.“ Zudem sei durch die stetige Quartiersentwicklung, vor allem um den Bahnhof herum, ein wesentlicher Faktor, um die Qualität des Neubaus zu unterstreichen. Mit der Fertigstellung des K111 wird ein weiteres Gebäude seinen Teil zur Quartiersentwicklung beitragen.

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Kontakt für interessierte Mieter gibt es bei ImoExperts unter Tel 0231 - 841944-0 oder per Mail an info@imoexperts.de.

Markant ist die gerundete Gebäudekante.
| Autor: Marcel Gruteser