HGW baut den Lohofbogen

Häuser an der Lohstraße wurden abgerissen
Abrissarbeiten an der Lohofstraße. Foto: Stefan Kuhn

Auf dem Eckgrundstück Lohofstraße / Hordeler Straße in Eickel werden seit einigen Tagen vier ältere Mehrfamilienhäuser abgebrochen (Stand 17.8.2018). Sie weichen einem Neubauprojekt der Herner Gesellschaft für Wohnungsbau mbH (HGW) mit dem Namen Lohofbogen. Es umfasst in zusammenhängender Bebauung drei Gebäude mit 33 Mietwohnungen auf rund 2.600 Quadratmetern Wohnfläche, sowie 34 Stellplätze in einer hauseigenen Tiefgarage. Ursprünglich war der Abriss bereits für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Neun der Wohnungen, darunter zwei behindertengerechte, sind über das Wohnungsbauförderderungsprogramm des Landes NRW mitfinanziert und werden für Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein zum Quadratmetermietpreis von 5,25 Euro angeboten.

Häuser an der Lohstraße wurden abgerissen
Dabei. Foto: Stefan Kuhn

Die Mietsätze der 24 übrigen Wohnungen sollen sich an den marktüblichen Preisen für moderne und barrierefreie Wohnungen in sehr guter Wohnlage orientieren. Für den sozialen Wohnungsbau in unserer Stadt wurden insgesamt - über unterschiedliche Arten der Förderung – 15,6 Millionen Euro an Darlehen und etwa drei Millionen Euro an sogenannten Tilgungsnachlässen vom Land bewilligt. Ursprünglich sollten nur rund 3,9 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau in Herne fließen. Die HGW allein nimmt 8,38 Millionen Euro Förderung in Anspruch und investiert insgesamt 25 Millionen. Die Beheizung der Wohnungen und die Erwärmung des Brauchwassers werden überwiegend durch umweltfreundliche Wärmepumpen und Photovoltaik sichergestellt. Die Planungen sehen barrierefreie Wohnungen mit 2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmern vor, darunter auch zwei behindertengerechte Wohnungen im Erdgeschoss.

Häuser an der Lohstraße wurden abgerissen
Häuser an der Lohstraße wurden abgerissen Foto: Stefan Kuhn

Zu den Ausstattungsstandards werden, nach Angaben der HGW Terrassen, Balkone oder Dachterrassen, Fliesen- oder hochwertige Vinylböden, bodengleiche Duschen, drei Aufzüge, Wasch- und Trockenräume, separate Mieterkeller sowie Fahrradabstellplätze im Keller und eine Unterflurmüllanlage gehören. Alle Wohnungen werden bezugsfertig übergeben. Bei frühzeitigem Mietvertragsabschluss können die Mieter sogar noch Ausstattungsdetails mitbestimmen. Die Planung stammt von AGIS PlanenBeraten. Das Herner Architekturbüro von Jürgen Köhne plante unter anderem ein Mehrfamilienhaus der Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd an der Siepenstraße und das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Mont-Cenis Straße / Ecke Kantstraße im Zentrum von Sodingen.

Häuser an der Lohstraße wurden abgerissen
Info-Schild. Foto: Stefan Kuhn

„Hier entsteht bezahlbarer und moderner Wohnraum für alle Generationen“, betont HGW-Geschäftsführer Thomas Bruns. „Wir wollen alle Altersgruppen mit diesem Projekt ansprechen. Der Standort ist dafür wie geschaffen – schließlich sind ein Krankenhaus, Einkaufsmöglichkeiten und Schulen fußläufig erreichbar. Auch die Anbindung an den ÖPNV ist sehr gut.“ Einer Modernisierung der bisherigen Gebäude standen die Grundrisse, fehlende Barrierefreiheit, mangelnde Energieeffizienz und der Schallschutz entgegen: um in diesen Bereichen einen zeitgemäßen Standard zu erreichen, war ein Neubau in diesem Fall die deutlich wirtschaftlichere und nachhaltigere Alternative. „Und Dank der öffentlichen Förderung in Teilbereichen bleibt der Wohnraum ja absolut bezahlbar“, soThomas Bruns. „Außerdem bedeutet der ‚Lohofbogen eine echte Aufwertung des Stadtbildes.“ Für die Fertigstellung der Wohnanlage wird mit einer Bauzeit von 15 Monaten gerechnet.