HEV - Hannover Indians 4:5

3:0-Führung reicht nicht zum Sieg

HEV - Hannover Indians
HEV - Hannover Indians (Archivfoto). Foto: Rüdiger Ungebauer

Eishockey Oberliga Nord: Der Herner EV hat die Partie bei den Hannover Indians am Freitag (8.11.2019) mit 4:5 (2:0/1:1/1:3/0:1) nach Overtime verloren und entführte somit nur einen Zähler vom traditionsreichen Pferdeturm. Damit bleiben die Herner punktgleich mit Spitzenreiter Tilburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Freitag (15.11.2019) findet in den Niederlanden das Gipfeltreffen der Oberliga Nord statt.

In den ersten 20 Minuten merkten die Zuschauer den Grün-Weiß-Roten an, dass sie die 2:9-Klatsche aus Duisburg schnell vergessen machen wollten. Patrick Asselin brachte sein Team, nach schönem Pass von Marcus Marsall, mit einem Schuss durch die Beine von Indians-Goalie Philip Lehr bereits in der zweiten Minute in Führung. In der Folge blieb Herne konzentriert und nutzte effektiv seine Chancen. Dominik Piskor traf, erneut nach Vorlage von Marsall, im Nachschuss zum 0:2. „Im ersten Drittel war Herne cleverer und deutlich effektiver als wir“, gab Indians-Coach Lenny Soccio zu.

Zum zweiten Drittel stellte er seine Verteidigung etwas um, Hannover agierte offensiver und störte den HEV bereits beim Aufbaupass im eigenen Drittel. Doch Früchte tragen sollte diese Umstellung vorerst nicht. Herne nutzte direkt die erste Überzahl-Möglichkeit zum 0:3. Anthony Calabrese sicherte eine Scheibe an der blauen Linie, Querpass auf Thomas Ziolkowski, Schuss von Dennis Palka und Dominik Piskor musste nur noch abstauben. Mit diesem Ergebnis wäre es dann wahrscheinlich auch in die zweite Pause gegangen, doch Hauptschiedsrichter Sven Fischer gab vier Minuten vor Ende des Drittels eine ganz fragwürdige Strafe gegen Calabrese wegen hohen Stocks, die Hannover zum Anschluss nutzte.

Dieser Treffer gab den Gastgebern dann richtig Auftrieb. Erst stand Mike Glemser in Überzahl völlig frei im Slot und verkürzte auf 2:3, dann glich Roman Pfennings für die Indians aus. Dieser Treffer hätte jedoch nicht zählen dürfen, da er mit dem Schlittschuh erzielt wurde. Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Eis war Nils Liesegang. Der Herner Stürmer fehlte im letzten Drittel angeschlagen. Als dann Igor Bacek die Gastgeber sogar in Führung brachte, war auch Herne im letzten Drittel angekommen. Denis Fominych konnte postwendend im Nachschuss ausgleichen. Hätte Dennis Thielsch zwei Minuten vor Schluss die Scheibe etwas höher angesetzt, hätte Herne sogar alle drei Punkte mitgenommen.

In der Overtime war es dann Arnoldas Bosas der für den Extrapunkt der Hannover Indians sorgte. „Der Sieg für die Indians geht in Ordnung. In den letzten Spielen haben wir immer 40 oder sogar 50 Minuten gutes Hockey gespielt. Diesmal war es nur phasenweise ordentlich. Vor allem im eigenen Drittel fehlte uns oft der Zugriff“, bilanzierte HEV-Coach Danny Albrecht.

Am Sonntag, 10. November 2019, hat seine Mannschaft spielfrei, am Freitag, 15. November 2019, geht es in Tilburg weiter. Das nächste Heimspiel bestreitet der Herner EV am Sonntag, 17. November 2019, um 18:30 Uhr am Gysenberg in der Hannibal-Arena gegen die ExaIcefighters Leipzig.

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