Herner GRÜNE empfahlen Lieferkettengesetz

EU-Kommission legt vor

Mitglied und Herner Unternehmer Horst Lautenschläger.
Mitglied und Herner Unternehmer Horst Lautenschläger. Foto: Privat

Lokale Parteiarbeit pflegt auch den wachen Blick über die Grenzen. Die Herner GRÜNEN diskutierten und verabschiedeten am 19.12.2019 einen Aufruf an die übergeordneten Parteigliederungen und die EU-Kommission, dass die Zeit reif ist für faire Regeln in einem sozial-ökologischen Lieferkettengesetz, und dass der Weg dorthin mit Sofortmaßnahmen, d.h. die Etablierung von Einfuhrkontingenten geebnet werden soll.

Betroffen sind zum Beispiel Produkte, die durch gewolltes großflächiges Abbrennen südamerikanischer Regenwälder gewonnen werden. Auf Antrag und das erhebliche Engagement vom Herner GRÜNEN-Mitglied und Unternehmer Horst Lautenschläger wurde das Thema in der Partei vorangebracht, sodass letztlich auch die European Greens eine Initiative im EU-Parlament vorlegten.

„Es freut mich sehr, dass der zuständige Kommissar Reynders kürzlich bereits für nächstes Jahr ein Lieferkettengesetz angekündigt hat. Es wird Zeit, dass wir unseren Wohlstand endlich nicht mehr auf der Vernichtung menschlicher Existenzen in anderen Ländern aufbauen. Hoffentlich scheitert die Initiative für weltweit faire Handelsbedingungen nicht am Widerstand der aktuell regierenden Bundesparteien!“ bilanziert Horst Lautenschläger als Initiator.

Lieferkettengesetz

Deutsche Unternehmen profitieren von den wirtschaftlichen Vorteilen eines globalen Marktes. Dabei lassen sie den Schutz von Mensch und Umwelt häufig außer Acht. Denn: Sie müssen keine Konsequenzen fürchten für Schäden, die in ihrem globalen Geschäft entstehen. Die Initiative Lieferkettengesetz will, dass Verstöße deutscher Unternehmen gegen Menschenrechte und Umweltstandards rechtliche Konsequenzen haben. Unternehmen sollen für Schäden haften. (Initiative Lieferkettengesetz)

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