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Im Bild v.l. Dr. Florian Ternes, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes und Projektkoordinatorin Stefanie Thomczyk.

Es geht aber weiter mit dem Hilfsprojekt

'Herner Brücke' feiert Abschluss der Förderphase

Das Netzwerk-Projekt „Herner Brücke“ für Suchterkrankte schloss am Freitag (15.3.2024) die zweijährige Förderphase ab. Bei dem „großen Netzwerktreffen“ machte Projektkoordinatorin Stefanie Thomczyk deutlich: „Es geht weiter.“

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Das Projekt ist im Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne unter der Leitung von Dr. Florian Ternes, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, angesiedelt. Er moderierte zusammen mit Stefanie Thomczyk, Lotsin und Projektkoordinatorin der „Herner Brücke“, die Veranstaltung im „wewole Forum“.

Zugang zum Hilfesystem erleichtern

Die „Herner Brücke“ wurde gegründet, um Menschen und Angehörigen mit einem Suchtproblem den Zugang in das Hilfesystem in Herne zu erleichtern. Außerdem soll es volljährige Menschen unterstützen, sich in diesem zurechtzufinden. Das Projekt wurde vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) gefördert.

Links im Bild: Projektkoordinatorin Stefanie Thomczyk und rechts im Bild: Dr. Florian Ternes, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes.

Dezernentin Stephanie Jordan nannte das Ende der Förderphase einen „Boxenstopp“ auf dem Weg der „Herner Brücke“. Das Wichtigste sei, dass Betroffene schnell und kostenlos die für sie richtige Hilfe bekämen. „Es stellt einen riesigen Gewinn dar, in einem Netzwerk zu arbeiten“, so die Dezernentin. Das Netzwerk könne die Vielfalt der Kompetenzen bündeln. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen sei die Bereitschaft sich in der Suchthilfe zu engagieren groß. Das zeigt dieses Projekt. Für die kommenden Jahre wünschte Stephanie Jordan allen Akteur*innen weiterhin erfolgreiches und wirksames Arbeiten.

Begegnungen schaffen

Anne Krüger, Finanzvorständin der „wewole Stiftung“, stellte besonders die „Schwarmintelligenz“ in den Vordergrund. „Man weiß immer, wen man fragen kann, wenn man selbst nicht weiterhelfen kann“, sagte sie. Das Forum der „wewole“ sei in dem Zusammenhang in erster Linie dafür da, Begegnungen zu schaffen.

Herner Brücke, das Netzwerk-Projekt für Suchterkrankte feierte am15. 3.2024, den Abschluss der Förderphase.

In einem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre stellte Dr. Florian Ternes zunächst die Meilensteine des Projektes vor. Schon weit vor dem offiziellen Start 2022 starteten die Vorbereitungen im Jahr 2019. Auch die Kernziele und Zielgruppen der „Herner Brücke“ widerholte er an dieser Stelle. Stefanie Thomczyk fuhr mit der Evaluation des Projektes fort. Hierbei fokussierte sie besonders den Erfolg des digitalen Hilfefinders auf www.hernerbruecke.de: „Wir haben es geschafft, dass Betroffene in vier Klicks bei der für sie richtigen Anlaufstelle sind.“

Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre

Hardy Keidel, Mitarbeiter des St. Marien Hospitals Eickel, der „ASTO- Ambulanz“ und dem „Café 22“, sowie Miriana Palermo, Fachbereich Soziales der Stadt Herne, sind Teil des Netzwerkes. „Ich bin mir sicher, dass wir es geschafft haben, Brücken zu bauen“, schaute Hardy Keidel zufrieden auf die Arbeit der vergangenen zwei Jahre zurück. Auch Miriana Palermo blickte positiv zurück: „Wir haben nicht über Suchterkrankte geredet, sondern mit ihnen.“

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Im Anschluss konnten die Teilnehmenden zu einem Imbiss und einem gemeinsamen Austausch zusammenkommen. Akteur*innen der insgesamt 37 Hilfseinrichtungen des Netzwerks hatten ihre Informationsstände zum „Markt der Möglichkeiten“ aufgebaut und luden zum Gespräch ein.