Herne setzt auf Respekt

Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt.
Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Während eines Pressegesprächs hat Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Donnerstag (7.11.2019) weitere Details zur Kampagne der Stadtverwaltung „Herne mit Respekt“ vorgestellt. Wie bereits angekündigt, plant die Stadt ein Netzwerk von Organisationen und Einrichtungen ins Leben zu rufen, welches die Kampagne aktiv unterstützt und sich damit sichtbar für ein besseres Miteinander in Herne einsetzt.

„Unser Ziel ist ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Gewalt und für einen respektvollen Umgang in unserer Stadt“, so Dudda. „Wir wollen ein klares Signal setzen: Hetze und Gewalt haben keinen Platz in Herne!“ Alle gesellschaftlichen Gruppen, die sich zu einem gewaltfreien und respektvollen Umgang bekennen, seien aufgerufen, sich der Initiative anzuschließen und mit dem Kampagnenlogo für ein besseres Miteinander in Herne zu werben.

Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Dennis Neumann.
Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Dennis Neumann. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Angesprochen sind Kindertageseinrichtungen ebenso wie beispielsweise Schulen, Sportvereine, Geschäfte oder Arztpraxen. Das Interesse an einer Teilnahme sei bereits jetzt sehr hoch, so Dr. Dudda. Seit der Vorstellung des Kampagnenlogos im September habe es bereits zahlreiche Anfragen interessierter Institutionen gegeben. Mit der Feuerwehr Herne und der Herner Karnevalsgesellschaft e.V. wurden nun die ersten Unterstützungs-Vereinbarungen geschlossen. In der Unterstützungserklärung bekennen sich interessierte Institutionen zu den Werten der Kampagne:

  • I. Wir begegnen allen Menschen vorurteilsfrei, gleichberechtigt und respektvoll.
  • II. Wir gehen aktiv gegen jede Form von Gewalt vor.
  • III. Wir setzen uns konsequent gegen Ausgrenzung ein.
  • IV. Wir lehnen Rassismus und Sexismus in jeder Form ab.
  • V. Wir stehen für ein gutes Miteinander in der Stadt ein.
Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Eva Werner, Klaus Mahne und Kai Gera.
Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Eva Werner, Klaus Mahne und Kai Gera. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

„Wir werden auf jeder Veranstaltung der Herner Karnevalsgesellschaft ein entsprechendes Banner aufstellen, um die Kampagne zu unterstützen“, erklärte der Präsident der Herner Karnevalsgesellschaft (HeKaGe), Klaus Mahne. Die HeKaGe eröffnet mit der Prinzenproklamation am Freitag, 8. November 2019, die neue Karnevalssession. „Als offener und bunter Verein ist es für uns selbstverständlich bei der Kampagne dabei zu sein“, ergänzt der 2. Vorsitzende Kai Gera.

Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Guido Schiller und Eva Werner von der Berufsfeuerwehr.
Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Guido Schiller und Eva Werner von der Berufsfeuerwehr. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Respektlosigkeiten im Berufsalltag kennen leider Guido Schiller und Eva Werner von der Berufsfeuerwehr der Stadt Herne nur zu gut: „Zu Silvester werden Einsatzfahrzeuge mit Raketen beschossen und mit Böllern beworfen. Es gibt Pöbeleien, weil sich Leute durch unsere Fahrzeuge, die im Einsatz sind, gestört fühlen“, schildert Schiller.

Institutionen, die ebenfalls die Kampagne unterstützen möchten, können sich auf der städtischen Internetseite über die Teilnahmebedingungen informieren. Auch eine persönliche Kontaktaufnahme ist per E-Mail an respekt@herne.de möglich.

Die Kampagne Herne mit Respekt wurde auf Initiative von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ins Leben gerufen. Mit der Kampagne reagiert die Verwaltung auf die zunehmenden Verrohungstendenzen im gesellschaftlichen Umgang. Als erste Maßnahme wurde bereits im August eine Meldestelle für städtische Mitarbeitende eingerichtet, die von Übergriffen betroffen sind.

Kampagne: Herne mit Respekt.
Kampagne: Herne mit Respekt. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne
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