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Erinnerung an die gefallenen des Kapp-Putsches.

Gedenkstunde am Gräberfeld der Herner Märzgefallenen

Generalstreik gegen den Kapp-Putsch

Auch in diesem Jahr erinnern die Herner Gewerkschaften am Samstag, 16. März 2024, um10:30 am Haupteingang Südfriedhof/ Wiescherstraße, an den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch, der im Frühjahr 1920 zur Märzrevolution anschwoll und im Ruhrgebiet an die 1000 Opfer forderte. Darunter befanden sich zahlreiche Arbeiter und Gewerkschafter aus Herne und Wanne-Eickel.

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Darunter befanden sich zahlreiche Arbeiter und Gewerkschafter aus Herne und Wanne-Eickel. Vier von ihnen sind auf dem Wiescherfriedhof in Herne beigesetzt. Bei den Verstorbenen handelte es sich um Gustav Sotter (19 Jahre), Gustav Breuning (19 Jahre), Rochus Steinert ( 35 Jahre) und Franz Winkel (22 Jahre) - in das Gedenken eingebunden sind Wilhelmine Pornoska und Joseph Bischoff (aus Wanne-Eickel) sowie die unbekannten Opfer aus unserer Stadt.

So heißt es in einer Mitteilung: „An der Grabstelle der vier ermordeten Herner auf dem Südfriedhof, wurde am 1. Mai 1921 unter großer Anteilnahme der Herner Bevölkerung, von den Gewerkschaften eine Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer der Märzrevolution eingeweiht.“

Bei der Veranstaltung wird Azad Tarhan, Gewerkschaftssekretär ver.di- Bezirk Mittleres Ruhrgebiets, sprechen. Musikalisch wird die Gedenkveranstaltung von Schwarz/Rot Atemgold 09 (Dortmund) begleitet.

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Abschließend heißt es: „Der Generalstreik von 1920, der mit ungeheurer Wucht gegen den Militärputsch einsetzte ist wie die Novemberrevolution von 1918/19 ein geschichtlicher Ankerpunkt in der demokratischen Tradition unseres Landes. Daran zu erinnern und Schlüsse aus den historischen Lehren zu ziehen ist hochaktuell. In Deutschland und Europa sind wir mit einer besorgniserregenden Rechtsentwicklung konfrontiert. 79 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Weltkrieg erheben Nationalismus und Rassismus wieder ihr Haupt. Der Rechtsextremismus ist in allen Parlamenten vertreten und erfordert unsere Wachsamkeit. Die aktuellen Kriege verdrängen diplomatische Bemühungen zur Konfliktbeilegung und Völkerverständigung. Ausufernde Hochrüstung absorbiert dringend benötigte Mittel für die Sicherung sozialstaatlicher Errungenschaften und umweltgerechter Reaktionen auf den Klimawandel. Eine obszöne Ungleichverteilung des gesellschaftlichen Reichtums unterhöhlt das Gemeinwohl und spaltet die Gesellschaft. Eingedenk unserer eigenen, opferreichen Geschichte stellen wir uns den heutigen Herausforderungen. Wir wissen: Zukunft geht nur nach vorn, wenn die Vergangenheit verstanden wird."

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  • Samstag, 16. März 2024, um 10:30 Uhr
| Quelle: DGB Geschichtswerkstatt