Dieses Mal Bochum und Herten betroffen
Erneut Warnstreiks im Nahverkehr
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Für Freitag, den 20. März 2026, ruft ver.di landesweit zu ganztägigen Warnstreiks auf.
Die Arbeitsniederlegungen finden punktuell an zahlreichen Betriebshöfen statt. Bei der BOGESTRA sind die Fahrdienst-Betriebshöfe und KundenCenter in Bochum und bei der Vestischen der Betriebshof in Herten betroffen. Es wird in diesen und umliegenden Städten zu Einschränkungen auf einzelnen Linien und Strecken kommen. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.
Hintergrund der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor.
„Die Streikmaßnahmen dieser Woche machen bereits Druck und wir werden diese fortsetzen, um endlich zu einem Ergebnis zu kommen. Wir setzen dabei auf Streiks, die nicht mehr in der Masse alle Fahrgäste treffen, aber die Arbeitgeber dennoch bewegen, in den Verhandlungen nächste Woche etwas vorzulegen, mit dem wir endlich ernsthaft verhandeln können“ erklärt Michael Hortig, Gewerkschaftssekretär bei ver.di im Mittleren Ruhrgebiet.
ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren.
Die dritte Verhandlungsrunde findet ab dem 24. März 2026 in Bochum statt.
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- Freitag, 20. März 2026, um 6 Uhr