Einsatz für 'Heikes Kiosk'

Denkmalschutz für „Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle“

Für den Denkmalschutz der historischen Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle in Sodingen. v.l. Ulrich Klonki, Heike Chuchra, Gerd Biedermann, Mathias Grunert, Simon Hagen, Ernst Schilla.
v.l. Ulrich Klonki, Heike Chuchra, Gerd Biedermann, Mathias Grunert, Simon Hagen, Ernst Schilla. Foto: Mathias Grunert

Vor beinahe 100 Jahren zu Beginn des Jahres 1922 beantragte die Gemeindevertretung Börnig die Errichtung einer Bedürfnisanstalt nebst Trinkhalle, da der Börniger Wochenmarkt sich zu einer festen Einrichtung etabliert hatte, was nur wenige Tage später von der Amtsversammlung Sodingen auch entsprechend beschlossen wurde. Die Eröffnung fand gegen Ende desselben Jahres statt, so dass das kleine historische Gebäude tatsächlich deutlich älter als der benachbarte Sodinger Hochbunker ist.1924 ging die „Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle“ schließlich offiziell in das Eigentum des Amtes Sodingen über.

Mit dem Umbau des Hochbunkers zum we-house Herne und der geplanten Umgestaltung des heutigen Kurt-Edelhagen-Platzes geriet nun auch wieder die kleine „Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle“ in den Fokus. Die Geschichtsgruppe „Die Vier“ und besonders Gerd Biedermann fahndeten in den Archiven nach den entsprechenden Unterlagen. Bereits zuvor hatten sowohl der Sodinger Bezirksbürgermeister, Mathias Grunert, und die Sodinger Sozialdemokraten Ulrich Klonki und Ernst Schilla für den langfristigen Erhalt des historischen Gebäudes geworben.

Der Marktplatz in Sodingen mit der historischen Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle. Das Foto stammt aus dem Jahre 1927. Damals gab es den Bunker noch nicht.
Der Marktplatz in Sodingen mit der historischen Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle. Das Foto stammt aus dem Jahre 1927. Damals gab es den Bunker noch nicht. Foto: Stadtarchiv Herne

Dazu der Sodinger Bezirksbürgermeister „Während der gesamten Umbauarbeiten am we-house sind immer wieder unterschiedlichste Bürger auf mich zugekommen, damit „Heikes Kiosk“ auch zukünftig erhalten bleibt. Natürlich war anfangs die Sorge groß, dass mit der Platzumgestaltung auch das historische Gebäude weichen muss. Diese Sorge war und ist zum Glück unbegründet: Schließlich weiß auch die Sodinger Politik um den Wert dieses stadthistorischen Kleinods, das wir nun langfristig sichern wollen.“

Daher regen nun die Geschichtsgruppe „Die Vier“, der Sodinger Bezirksbürgermeister und die Sodinger Kommunalpolitiker gemeinsam an, die Unterschutzstellung des Gebäudes auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen zu prüfen und so dem Erhalt des Gebäudes, das eines der ältesten dieser Art in unserer Stadt ist, auch langfristig sicherzustellen. Dazu Mathias Grunert: „Wir sind überzeugt, dass die Kombination aus alt und hochmodern auf dem zukünftig umgestalteten Platz viel Potential hat und hoffen natürlich, dass der Kurt-Edelhagen-Platz - trotz der Parkflächen - eine ganz neue Aufenthaltsqualität erhalten wird. Die Unterschutzstellung des kleinen Kiosk ist dafür ein wichtiger Baustein.“

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