Digitaler Christopher Street Day

Fazit der Veranstalter

Regenbogen-Flagge am Herner Rathaus.
Regenbogen-Flagge am Herner Rathaus. Foto: Klaus-Peter Schubert

Am vergangenen Samstag (20. 6.2020) fand in Herne der erste Christopher Street Day (CSD) der Stadtgeschichte statt. Was ursprünglich als Großveranstaltung mit mehreren tausend Teilnehmern geplant war, musste aufgrund der Corona-Schutzregelungen in seiner angedachten Form wenige Wochen vor seiner Premiere abgesagt werden. Um die jahrelange Vorarbeit – die auch in der Gründung des Queeren Jugendforums resultierte – und die in diesem Zuge generierte Aufmerksamkeit für die Belange queerer Menschen in Herne und Wanne-Eickel nicht verpuffen zu lassen, entschied sich das Organisationsteam dazu, den CSD als digitales Event stattfinden zu lassen.

Am 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie, den die Stadt mit dem Hissen der Regenbogenflagge begleitete, wurde erstmals der Aufruf veröffentlicht, sich am digitalen CSD zu beteiligen. Innerhalb der folgenden Wochen gingen bis zum Stichtag viele Beiträge in Form von Videos und Fotos bei den Organisatoren ein, die am vergangenen Wochenende zusammengefasst auf den Präsenzen des CSD-Teams auf Facebook, Instagram, YouTube und der eigenen Homepage hochgeladen wurden.

Laron Janus.
Laron Janus vom Veranstaltungs-Team. Foto: Fusigraphy

Eine ganze Bandbreite von Menschen haben sich an diesen Videos beteiligt. Der Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, die Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering, der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel, der Bezirksbürgermeister Mathias Grunert und weitere gesellschaftliche Bündnisse, Einrichtungen, Künstler* und Privatpersonen – auch das Orga-Team selbst steuerte einen Redebeitrag bei. Die Videos sind bereits viele hundert Male geklickt worden.

Aber auch über die konkreten Einsendungen hinaus folgten viele Menschen und Institutionen dem Aufruf, am 20. Juni die Regenbogenflagge zu hissen und sich unter dem Hashtag #vielfaltsichtbarmachen gegen Diskriminierung aufgrund geschlechtlicher oder sexueller Identität stark zu machen. Durch die kraftvollen Worte der Beiträge bestärkt und durch die Vielzahl der Einsendungen ermutigt, sehen sich die Organisatoren bestärkt, ihre Planungen für das Jahr 2021 voranzutreiben. Darüber hinaus soll nicht lockergelassen werden, auf die Dringlichkeit der mit Diskriminierung verbundenen Probleme hinzuweisen und auf der Relevanz zu bestehen, die Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auch und gerade in Herne haben.

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