DIFG und DTB zu Sportstätten-Öffnung

Sport im Park, Fotos aus 2019
Symbolbild. Foto: SSB Herne

Der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) und der Deutsche Turner-Bund (DTB) unterstützen eine zeitnahe, verantwortungsvolle Wiederöffnung der überdachten Sportstätten in Deutschland. Das gaben die Verantwortlichen am Montag (22.6.2020) bekannt.

„Training ist von zentraler Bedeutung, um die Folgen des Lockdowns und der Pandemie COVID-19 zu bewältigen“, so Ralph Scholz, Vorsitzender des DIFG. „Hierzu zählen der Abbau von überlastungsbedingtem Stress und Erschöpfung bis hin zur Depression und der Einschränkungen im öffentlichen Leben.“ Mangelnde körperliche Aktivität kann beispielsweise Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Sport im Verein und der Besuch von Fitnessstudios wirkt dem entgegen und fördert zudem soziale Kontakte.

„Natürlich sehnen wir uns nach einer Rückkehr zur Normalität. Für den vereins-basierten Sport ist diese Rückkehr in eine „andere“ Normalität immens wichtig. Wir wissen um die positiven Gesundheitseffekte des Sports für Körper und Geist. Durch Bewegung kann den entstandenen Belastungen entgegengewirkt werden und dafür setzen wir uns ein“, erklärt DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl und ergänzt: „Wichtig dabei ist, dass die Prävention wirksam und sehr fundiert ist“.

Ein Gemeinschaftsgutachten der TU München und der IST-Hochschule Düsseldorf, das im Auftrag des DIFG durchgeführt wurde, zeigt, dass einer Wiedereröffnung der Fitnessstudios unter Einhaltung von Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen nichts entgegensteht.

„Bei der Wiederinbetriebnahme der Fitnessstudios steht die Sicherheit der Trainierenden sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sporteinrichtungen selbstverständlich an erster Stelle“, macht Ralph Scholz, Vorsitzender des DIFG klar. „Deshalb ist es wichtig, dass alle Vorgaben und Schutzmaßnahmen eingehalten werden.“ Ein gemeinsames Projekt ist daher die Schulung der Mitarbeitenden, insbesondere der Trainerinnen und Trainer. Die TU München hat im Auftrag des DIFG zu diesem Zweck Online-Schulungen erarbeitet, auf die Sportvereine und Fitness-Einrichtungen zugreifen können.

Wichtig ist ebenfalls die Gewinnung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Sicherheit bei der Nutzung der Sporteinrichtungen. Eine repräsentative Umfrage unter Fitnessstudio-Mitgliedern im Auftrag des DIFG ergab, dass die Befragten – obwohl nur zu einem geringen Teil zufrieden mit dem Alternativtraining der Lockdown-Phase – nur zögerlich das Training wieder aufnehmen werden. Die Einhaltung der behördlichen Auflagen durch die Sport- und Fitness-Anbieter ist daher von herausragender Bedeutung, um das Risiko einer Infektion beim Training zu minimieren.

DIFG und DTB stimmen darin überein, dass diese das Mindestmaß der Maßnahmen darstellen, um die Trainierenden, insbesondere die Risikogruppen, ausreichend zu schützen. Daher appellieren die Verbände an alle Sport- und Fitnesseinrichtungen, die Einhaltung lückenlos und dauerhaft sicherzustellen. Der DTB hat zudem für den Wiedereinstieg in das vereinsgebundene Sporttreiben unter Einbindung von Experten fundierte Handlungsempfehlungen für den Fitness- und Gesundheitssport erstellt, auf Grundlage der zehn Leitplanken des DOSB.

Der DTB ist davon überzeugt, dass die strikt geforderten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen auch in Sporthallen und geschlossen Räumen eingehalten werden können. Die Turn- und Sportvereine sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und möchten keinesfalls zu einem Corona-Hot-Spot werden. Kommerzielle und nicht-kommerzielle Sporteinrichtungen haben durch die Schließungen im Rahmen des Lockdowns starke wirtschaftliche Verluste zu erleiden. Diese betreffen nicht nur die Einnahmenausfälle in der Zeit während der Schließung, sondern auch die Kosten der Wiedereröffnung und des Infektionsschutzes sowie zukünftige Einnahmeausfälle in Folge mangelnder Besucherzahlen und Einbrüche bei den Neuanmeldungen.

Die Verbände appellieren daher an die Politik, die Sporteinrichtungen wirtschaftlich zu unterstützen. Darüber hinaus müssen in Abstimmung mit den Verbänden geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die flächendeckende Verfügbarkeit vielfältiger und qualitätsorientierter Sport- und Fitnessangebote zu sichern.

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