Bienen auf dem Dach des Technischen Rathauses

Bienen auf dem Dach des Technischen Rathauses, im Bild Thomas Semmelmann, Tobias Büch und Philipp Brüggemann.
Zusammen auf dem Dach des Technischen Rathauses: (v.li.) Thomas Semmelmann vom Fachbereich Umwelt und Stadtplanung, Imker Tobias Büch und Philipp Brüggemann. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Passend zum Umwelttag wurden am Freitag (5.6.2020) auf dem Dach des Technischen Rathauses in Wanne zwei Bienenstöcke präsentiert, die von Imker Tobias Büch dort aufgestellt wurden. Durch das immer weiter voranschreitende Bienensterben in den vergangenen Jahren, sind Imker in Deutschland auf die Suche nach ungewöhnlichen Standorten für die Bienenstöcke gegangen.

So auch Tobias Büch, der seit 7 Jahren ehrenamtlich als Imker tätig ist. „Ich habe es zunächst hobbymäßig gemacht. Zuerst hatte ich einen Bienenstock, doch mit der Zeit kamen immer mehr dazu", erzählte Büch. Mittlerweile ist er im Vorstand des Imker-Vereins Herne. Der Kontakt mit der Stadt Herne sei vor zwei Jahren auf dem Umwelttag im Gysenberg entstanden. „Wir haben gemeinsam überlegt, was man tun könnte, um gegen das Bienensterben vorzugehen und so kamen wir die Idee Bienstöcke auf dem Dach des Technischen Rathauses aufzustellen.

„Die Stadt Herne will eine Vorbildfunktion einnehmen und andere, die prominente Gebäude haben, animieren, ebenfalls Flächen zur Verfügung zu stellen", so Thomas Semmelmann vom Fachbereich Umwelt und Stadtplanung: „Aber wir möchten natürlich auch alle anderen dazu anregen, sich selbst zu engagieren und in ihren Gärten beispielsweise Blumensamen auszulegen, um den Bienen Nahrung zu geben. Jeder kann helfen, sich für den Erhalt der Bienen einzusetzen."

Bienen auf dem Dach des Technischen Rathauses
Die Botschaft: "Stopp dem Bienensterben". Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Zwei neue Bienstöcke mit 80.000 Bienen stehen nun auf dem Dach des Technischen Rathauses. „Seit April kontrolliere ich die Stöcke wöchentlich und prüfe ob alles in Ordnung ist. Den Bienen, die von Imkern betreut werden, geht es gut, im Gegensatz zu den Wildbienen, die stark vom Artensterben bedroht sind" , so Büch weiter: „Ebenso ist auch der neue Standort sehr gut für die Bienen. Sie können beispielsweise Brombeeren, die sich am Bahndamm befinden als Nahrung nutzen."

Mittlerweile sind im Stadtgebiet, mit dem Standort auf dem Dach des Technischen Rathauses, zehn Standorte zusammengekommen, wo die Imker ihre Bienstöcke aufstellen durften. „Standorte gibt es zum Beispiel im City-Center oder auch beim NWB-Verlag", so Thomas Semmelmann. In Herne gäbe es 600 Bienenvölker.

„30 Millionen Bienen schwirren zur Sommerzeit in Herne herum", berichtete Tobias Büch: „Laut Zahlen des Deutschen Imkerbundes bestäuben Bienen des Imker-Vereins Herne jährlich 400 Milliarden Blüten. Es würde zu erheblichen Problemen in der Natur kommen, wenn die Bienen nicht mehr bestäuben würden. Aus diesem Grund sollte man sich dafür einsetzen, das Bienensterben zu verhindern."

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