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Im Januar 2026 sind 10.334 Personen arbeitslos gemeldet worden.

10.334 Personen ohne Job, Quote liegt bei 12,4 Prozent

Arbeitslosenzahl steigt deutlich an

Die Arbeitslosenzahl in Herne ist im Januar deutlich angestiegen. So lag sie nach Mitteilung der Arbeitsagentur Bochum, zu der auch Herne gehört, am Freitag (30.1.2026) bei 10.334 Personen, das sind 425 mehr als im Vormonat und 109 Erwerblose mehr als im Januar 2025. Die Quote ist auf 12,4 Prozent gestiegen, 0,5 Prozent mehr als im Vormonat und gleichbleibend zum Vorjahr.

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Für die Arbeitsagentur bedeutet dies: Neues Jahr, altes Muster. Das neue Jahr auf dem Arbeitsmarkt startet saisonüblich: Die Arbeitslosigkeit ist im Januar gestiegen. Ausschlaggebend dafür sind auslaufende befristete Verträge zum Quartals- und Jahresende. Darüber hinaus zeigt sich eine saisonal schwächere Nachfrage in den Wintermonaten. Wie bereits im Vorjahr lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen wieder über 10.000. Für diese Menschen bedeutet das, sie müssen sich zum Jahresbeginn neu orientieren.

Traditioneller Anstieg zum Jahresbeginn

Die Agentur verzeichnet wie jedes Jahr um diese Zeit bei den Arbeitslosmeldungen einen Anstieg. Insgesamt 712 Personen verloren im Laufe des Monats ihre Arbeit. Das sind 213 Personen mehr als im Vormonat. Lediglich 371 Personen haben im gleichen Zeitraum eine neue Anstellung gefunden (38 Personen weniger als im Vormonat). In der Summe sind damit 10.334 Personen in Herne im Januar arbeitslos gemeldet. Das sind 425 oder 4,3 Prozent mehr als im Vormonat Dezember. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit um 109 Personen oder 1,1 Prozent erhöht. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Januar 12,4 Prozent. Das ist ein Anstieg zum Dezember um 0,5 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Dezember vor einem Jahr ist die Quote konstant geblieben.

Für Christopher Meier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum, ist die aktuelle Entwicklung nicht überraschend: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn ist ein bekanntes Muster und fällt in diesem Jahr nicht höher aus als sonst auch. Nach dem Weihnachtsgeschäft endet vielerorts die kurzfristige Beschäftigung. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen nachhaltig in Arbeit zu bringen auch wenn die Vermittlung anspruchsvoller wird. Klar ist, der Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt wird schwieriger. Eine fundierte Ausbildung bleibt aber nach wie vor der beste Schutz vor langfristiger Arbeitslosigkeit. Fachkräfte werden weiter gebraucht. Der Arbeitsmarkt verändert sich. Wer mithalten will, muss sich kontinuierlich weiterqualifizieren. Genau dabei setzen wir auch 2026 wieder an und unterstützen aktiv beim beruflichen Weiterkommen und Vermitteln.“

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Bundesweite Zahlen

Bundesweit sind die Zahlen um 177.000 Personen auf 3,085 Millionen gestiegen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Plus um 92.000 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote ist um 0,4 Prozent gestiegen und liegt nun bei 6,6 Prozent.

Freitag, 30. Januar 2026 | Quelle: Arbeitsagentur