Alea iacta est – in Haltern

LWL-Römermuseum in Haltern.
LWL-Römermuseum in Haltern. Foto: Carola Quickels

Haltern. Alea iacta est: Alle Asterix-Leser wissen was dies bedeutet. Richtig: Die Würfel sind gefallen. So auch im Römermuseum, das am Dienstag (14. 1.2020) nach einer längeren Umbau-Phase wieder seine Pforten öffnete. Gefeiert wird dies mit einem Familien-Sonntag am 19. Januar 2020. Das Thema an diesem Sonntag lautet: Die Würfel rollen wieder. Ganze Familien sind eingeladen einen Tag mit römischen Brett- und Würfelspielen zu verbringen. Mit von der Partie ist auch die museumseigene Römerkohorte.

„Unsere Besucher dürfen sich im neuen Jahr nicht nur auf einen vergrößerten Shop und einen barrierefreien Kassenbereich freuen“, erklärt Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums. „Wir haben auch ein neues museumspädagogisches Format im Programm, mit dem wir unser Museum vor allem für Familien attraktiv machen möchten.“ Der Familiensonntag findet an jedem dritten Sonntag im Monat unter einem anderen Motto statt und umfasst vielfältige Aktionen.

LWL-Römermuseum in Haltern.
LWL-Römermuseum in Haltern. Foto: Wolfgang Quickels

Am Sonntag der rollenden Würfel, kümmern sich Römerinnen und Legionäre um den Einlass und nehmen die Besucher von 10-12 Uhr in Empfang. Jeweils um 11 und 16 Uhr zeigt das Museum den 15-minütigen Film „Kalle, der Museumsmaulwurf“ für Vorschulkinder. Kalle ist ein kleiner Maulwurf, der sich sein unterirdisches Quartier in einem Eimer aus der Römerzeit eingerichtet hat. Doch eines Tages wird sein beschauliches Dasein jäh gestört: Als Archäologen seine Wohnung entdecken und den antiken Fund untersuchen wollen, wandert der Eimer prompt ins Museum. Von da an geht Kalle im LWL-Römermuseum auf Wohnungssuche. Dabei erfährt er nicht nur viel über andere römische Funde, sondern auch über das Leben der Legionäre und nicht zuletzt über die Forschungsarbeit der Archäologinnen.

Von 14-16 Uhr haben Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren die Möglichkeit, römische Brett- und Würfelspiele auszuprobieren. Denn Spielsteine wurden in großer Zahl in den Römerlagern entlang der Lippe gefunden. Die zugehörigen Spielfelder fehlen zwar bisher in Westfalen, sie sind jedoch von anderen römischen Fundplätzen überliefert. Schriftliche Quellen geben Hinweise auf die Spielregeln, so dass dem Ausprobieren römischer Brettspiele nichts im Wege steht. Nach einer einstündigen Führung durch die Dauerausstellung können Besucher im Anschluss gegeneinander antreten.

Am Sonntag, 26. Januar 2020, sind "Zwei Gallier im Römerlager". Zwar sind Asterix und Obelix Fiktion, die römischen Anlagen von Haltern aber sind historische Realität. In einem Versteckspiel werden ab 14 Uhr die nicht nur bei Kindern beliebten Comic-Geschichten den Hinterlassenschaften der Römer gegenübergestellt und verglichen. Am Schluss steht eine gemeinsame Puzzleaufgabe, die zuhause weitergeführt werden kann.

Als die Römer frech geworden“ heißt es um 15 Uhr für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Mit dem Triumph des Germanicus 17 n. Chr. in Rom geben die Römer alle Stützpunkte östlich des Rheins auf. Geblieben ist aber ihr materielles Erbe, das im Laufe der Zeit in den Boden geriet und bei archäologischen Ausgrabungen bis heute geborgen wird. Bei dem Programm vermitteln ausgewählte Funde einen Überblick über die Geschichte der römischen Stützpunkte an der Lippe.

Januar
19
Sonntag
Sonntag, 19. Januar 2020, um 10 Uhr LWL-Römermuseum , Weseler Straße 100 , 45721 Haltern

Weitere Termine:

  • Sonntag, 26. Januar 2020, um 10 Uhr
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