10 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt

Herne und Gelsenkirchen

In einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bochum und des Polizeipräsidiums Bochum heißt es: Bei einer angemeldeten Versammlung mit hoher kurdischer Beteiligung kam es am Montag (14. 10.2019) in Herne an einer Trinkhalle und einem türkischen Café zu Auseinandersetzungen (halloherne berichtete). Dabei wurden unter anderem mehrere Personen verletzt.

Eine Woche später, am Montag (21. 10.2019) kam es erneut zu Ausschreitungen. Tatort war wieder das türkische Café in der Herner Innenstadt (halloherne berichtet). Erst mit starken Polizeikräften gelang es, die Auseinandersetzung zweier Gruppen, bei der auch Messer, Schlagstöcke, Ketten sowie mit Schrauben und Nägeln versehene Latten eingesetzt wurden, zu unterbinden.

Der durch eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe verstärkte Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bochum nahm umgehend die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der gefährlichen Körperverletzung auf. Nach den intensiven Ermittlungen wurden zehn Tatverdächtige ermittelt.

Um vorhergehende Absprachen der Beteiligten nachvollziehen zu können, wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum gegen diese Personen Durchsuchungsbeschlüsse beantragt, um Mobiltelefone und andere Speichermedien sicherstellen zu können.

Die antragsgemäß ergangenen Beschlüsse wurden am Mittwoch (6.11.2019, kurz nach 6 Uhr) vollstreckt. Insgesamt wurden neun Wohnungen in Herne und eine Wohnung in Gelsenkirchen durchsucht. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.

Der leitende Oberstaatsanwalt Ulrich Fritsche und der Polizeipräsident Jörg Lukat zeigen sich zufrieden mit dem schnellen Ermittlungserfolg. „Gewalttätige Auseinandersetzungen dieser Art haben auf unseren Straßen nichts zu suchen". Die Ermittlungen dauern an.