MOB ist nun An-Institut der RUB

Kooperation beginnt, Standort erhält eine Professur

Eingang zur Martin-Opitz-Bibliothek.
Die Martin-Opitz-Bibliothek bekommt eine Aufwertung. Foto: Wolfgang Quickels

Die Martin-Opitz-Bibliothek (MOB) und die Ruhr-Universität Bochum (RUB) arbeiten nun noch enger zusammen. Als sogenanntes als An-Institut, eine rechtlich eigenständige Einrichtung einer Hochschule, die durch Personal, Räume und Organisation mit dieser zusammenhängt, erfährt die MOB eine Aufwertung. Beim Pressegespräch am Montag (22.11.2021) erläuterten der Direktor der MOB, Dr. Hans-Jakob Tebarth, Stadtrat und Vorstandsvorsitzender der MOB, Dr. Frank Burbulla, Stadtkämmerer und Stiftungsratsvorsitzender, Dr. Hans-Werner Klee und Professor Dr. Markus Koller, Dekan für Geschichtswissenschaften der Ruhr-Universität die Pläne.

Zusammenarbeit besteht schon länger

„Eigentlich ist die Kooperation mit der RUB schon uralt. Wir arbeiten seit Anfang der 2000er zusammen. Immer wieder finden sich hier Studenten oder Forscher ein. Ich freue mich aber, dass die Kooperation nun noch enger ist", so der Direktor der MOB, Dr. Hans-Jakob Tebarth, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

v.l. Prof. Dr. Markus Koller, Dr. Frank Burbulla, Dr. Hans Werner Klee und Dr. Hans-Jakob Tebarth.
(v.li.) Dekan Prof. Dr. Markus Koller von der RUB, MOB-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Burbulla, MOB-Stiftungsratsvorsitzender Dr. Hans Werner Klee und MOB-Direktor Dr. Hans-Jakob Tebarth. Foto: Julia Blesgen

Über 360.000 Bände seien in der Martin-Opitz-Bibliothek zu finden und auch die Digitalisierung nehme einen hohen Stellenwert ein. „Wir haben auch um 2002 mit der Digitalisierung unserer Bestände angefangen. Die noch engere Zusammenarbeit mit der RUB wird es erleichtern, noch intensiver in diesem Bereich tätig zu werden", berichtete der Direktor der MOB.

Stärkung der Forschung im Bereich der Geschichte des östlichen Europas

Auch Professor Dr. Markus Koller, Dekan für Geschichtswissenschaften der Ruhr-Universität, lobte die funktionierende Zusammenarbeit und die aktuelle Weiterentwicklung: „Die Kooperation wird sicher auch zur Stärkung der Forschung im Bereich der Geschichte des östlichen Europas beitragen, da ja hier auch der Schwerpunkt der MOB liegt."

Weiter führte er aus: „Es gibt mehrere Bedeutungsebenen für diese Zusammenarbeit. Zum einen stärkt es die Uni und zum anderen trägt es zur Verankerung in der Stadtgesellschaft bei. Darüber hinaus wird der Pool an wissenschaftlichen Partnern erweitert."

Zu dieser Aufwertung gehört auch die Einrichtung einer Professur zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa. Die Professur soll zum Wintersemester 2022/2023 besetzt werden. Ebenso wird die Professur auch die Direktion der Martin-Opitz-Bibliothek übernehmen.

Seit 1989 eine Stiftung

Da die MOB seit 1989 eine Stiftung ist, ließen es sich Vertreter der Stiftung in Form vom Vorstandsvorsitzender der MOB, Dr. Frank Burbulla, und Stiftungsratsvorsitzender, Dr. Hans-Werner Klee, nicht nehmen bei der Verkündung der neuen Kooperation teilzunehmen.

Prof. Dr. Markus Koller im Gespräch mit Dr. Frank Burbulla.
Prof. Dr. Markus Koller (li.) im Gespräch mit Dr. Frank Burbulla. Foto: Julia Blesgen

„Die Stärkung der Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung. Besonders dahingehend Hochschuleinrichtungen entlang der Campuslinie U35 zu etablieren", sagte Klee.

Burbulla ergänzte: „Diese Aufwertung ist eine Auszeichnung der Qualität mit der die Martin-Opitz-Bibliothek ihre Aufgaben wahrnimmt."

Mit der neuen verstärkten Kooperation zwischen MOB und RUB soll die Forschung im Bereich des östlichen Europas weiter vorangebracht werden.

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