Gustävel - der Poet

In Zeiten wie diesen...die Vierte

Der Poet Gustävel Klotterbaum.
Der Poet Gustävel Klotterbaum. Illustrator: Jörg Lippmeyer

Gustävel Klotterbaum, unser junger Poet, er kann es nicht lassen. Denn wenn sich sein Weinglas zur Neige neigt, dann fällt Gustävel das Reimen leicht. Er ist sozusagen kaum zu bremsen. Nach den Brettern, die die Welt vermisst nähert er sich bei Gedicht Nr 4 seiner wahren Berufung wieder an und lässt ein Lob auf die Töne herniederprasseln. Wir in der Redaktion rätseln allerdings und sind ein klein wenig zerstritten: die einen hören etwa sozialkritische Töne heraus, die anderen lediglich Erleichterung darüber, dass der ganze Sch... bald vorbei ist. Allerdings sind wir uns uneinig darüber, ob der ganze Sch...bald wirklich vorbei ist. Die einen bei uns sagen... aber das führt jetzt doch zu weit.

Lob der Töne

Musik ist allezeit vonnöten / Man kann sie von Balkonen tröten / Auch wenn sie dermaß ungelungen / Wie „Freude schöner Götterfungen“

Des Nachbars graue Zimmerpflanzen / Beginnen nachmittags zu tanzen / Der Frohsinn in des Schalles Wellen / Lässt Sofagurken überquellen

Von schönen Melodien beharkt / Vergisst der Mensch den Tedi-Markt / Und lenkt sich fort von dem Verdruss / Dass Tedi derzeit schließen muss

Das silbrig glitzernd Hemd, vergessen / Es kann sich nicht mit Tönen messen / Vergessen auch der Akku-Mäher / Hier wir die Musick etwas zäher

Schon ist das Smartphone in der Hand / Beethovens Fan schaut jetzt gebannt / RAUM-DUFT, 1,50 einerlei / Bald ist der ganze Scheiß vorbei

Das Kowara-Gedicht Nummer 1

Das Kowara-Gedicht Nummer 2 - Düstere Gedanken

Das Kowara-Gedicht Nummer 3 - Die Bretter, die die Welt vermisst

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