Zu den erneuten Terroranschlägen

Stellungnahme

Die Teilnehmer des Malwettbewerbs.
Die Teilnehmer des Malwettbewerbs. Foto: Veranstalter

Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen nimmt zu den Terroranschlägen wie folgt Stellung: „Nach Dresden, Paris und jetzt in Nizza sind erneut Menschen Opfer von Terror geworden. Unsere Gedanken sind bei den Ermordeten und ihren Angehörigen. Die Terroristen vernichten alles worauf wir einmal stolz waren. Die Unantastbarkeit der Gotteshäuser und die Unversehrtheit des Lebens, der Respekt gegenüber Andersdenkenden.

'Und hätte Gott nicht die Menschen, die einen durch die anderen zurückgehalten, zerstört worden wären Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Gottes oft genannt wird. Gott wird fürwahr dem helfen, der ihm hilft.'(Sure 22 Vers 39)

Der Radikalisierung Vorbeugen
Der Radikalisierung Vorbeugen Foto: Islamische Gemeinde

Wenn dich dein Islamverständnis zum kaltblütigen Terroristen macht, wenn dein Gottesverständnis erlaubt, in eine Kirche zu gehen und Gott anbetende Menschen zu töten, dann glauben wir nicht an denselben Gott und gehören nicht zur selben Religion. Wir schämen uns für eure Taten.

Ihr habt nur eins erreicht: Hass unter den Menschen zu verbreiten, Unheil zu stiften und dem Islam. Nein ihr habt nicht den Propheten gerächt. Ihr habt nicht Allah geehrt

Ja, es hat was mit den Muslimen zu tun. Auch mit dem Islam. Mindestens mit unserem Islamverständnis. Wenn wir selbst nicht glauben, dass wir Teil der europäischen Gesellschaft sind, wenn wir selbst nicht von Religionsfreiheit überzeugt sind und respektieren, dass Menschen auch nicht religiös sein können, wenn wir die Bürgermeister von marokkanischen oder türkischen Dörfern kennen, aber nicht wer unser Bundespräsident ist, wenn deine Informationsquelle Medien sind, die aufhetzen wollen, wenn du in deinem Gebet für das Herkunftsland deine Eltern betest, aber für das Land, Deutschland, in dem du lebst, nichts übrig hast, dann hör auf hier zu leben. Dann erwarte auch nicht, dass du hier akzeptiert wirst.

Dieser Ideologie, ob wir sie islamistisch, extremistisch oder was auch immer nennen, gilt es entschieden entgegenzutreten. Nicht nur von Seiten des Staates, sondern und vor allem von Muslimen. Ohne Wenn und Aber. Ohne Schuldzuweisungen. Ohne Verschwörungstheorien."

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