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Die Künstlergruppe Crikraculum: hinten stehend v.l. Thomas Stüke und Annette Ihme-Krippner; sitzend v.l. Hans-Jürgen Jaworski und Jörg Lippmeyer.

Ausstellung in Constantin

Zehn Jahre Crikraculum

Ihr zehnjähriges Bestehen feiert die Herner Künstlergruppe „Crikraculum“ am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Mai 2024, mit zwei besonderen „Art to go“-Aktionstagen im Kunstwerk 7 an der Mühlhauser Straße 7 in Constantin. An beiden Tagen präsentieren die Künstler jeweils ab 15 Uhr aktuelle kleinformatige Kunstüberraschungen, bei denen es sich ausschließlich um Unikate, um Einzelstücke, handelt.

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Kunstinteresse wecken

Ziel der am 4. Oktober 2014 im Atelier von Hans-Jürgen Jaworski gegründeten Gruppe war es von Anfang an, das Interesse an zeitgenössischer Kunst zu wecken mit kleinformatigen Arbeiten, die zum kleinen Preis erhältlich sind und sich sowohl als Sammelobjekte wie auch als Geschenke eignen. Sie funktionieren nach dem Prinzip der Überraschungs-Eier: Der Inhalt der Schachtel lässt sich durch das äußere Design nicht erraten.

„Art to go“-Objekte von Hans-Jürgen Jaworski und Thomas Stüke.

Die Idee für „Art to go“ stammt aus Berlin: Am Mauerpark hat sich nach der Wende unter anderem mit der Fußballerkneipe „Tante Käthe“, deren Name als Verbeugung vor der Kicker-Legende Rudi Völler verstanden werden will, eine Szene etabliert. Künstler haben einen ehemals für Damenstrümpfe gefertigten Automaten mit Schachteln im Skatblatt-Größe befüllt. Darin Unikate, die erst beim Öffnen sichtbar werden: „Kunst to go“.

'Krikelkrakel Opa' Jaworski

Während die Berliner Initiative wie üblich in der neuen alten Hauptstadt mit reichlich Staatsknete gefördert wurde, in erster Linie Gelder der Europäischen Union, müssen die Herner auf eigene Mittel zurückgreifen. Die ursprünglich drei heimischen Künstler, Monika Wohling ist inzwischen nicht mehr dabei, setzen sich in ihrer Malerei, ihren Objekten und Installationen mit den Fragen unserer Zeit auseinander, auch in Verbindung mit musikalischen Ausdrucksformen.

Hans-Jürgen Jaworski sagt dazu: „Kunst geschieht nicht in einem neutralen geschichtslosen Raum, sondern spiegelt gesellschaftliche Gegebenheiten und existenzielle Erfahrungen des Einzelnen wider. Insofern weist Kunst immer über sich hinaus, bis hin zu transzendenten Bezügen.“

„Art to go“-Objekte von Jörg Lippmeyer und Annette Ihme-Krippner.

In der Galerie von Ihme Krippner

Annette Ihme-Krippner, in deren Galerie „Kunstwerk 7“ die zweitägige Aktion stattfindet, geht in ihren Arbeiten existenziellen spirituellen und psychologischen Erfahrungen nach. Ihre Bilder, in der Hauptsache Porträts, sind durch großangelegte, sich schichtweise verdichtende Farbaufträge gekennzeichnet. Auch Hans-Jürgen Jaworski gehört zu den Mitbegründern der neu belebten Gruppe „Crikraculum“, deren Titel einem Ausspruch seiner Enkelin über ihren „Krikelkrakel-Opa“ angelehnt ist. Seine Arbeiten reflektieren häufig religiöse und philosophische Fragestellungen. Er arbeitet vorwiegend konzeptionell und verwendet in seiner Malerei, seinen Monotypien, Objekten und Installationen Materialien, die der Wanne-Eickeler in seiner zweiten Heimat Schweden gesammelt hat.

Lippmeyer und Stüke neu dabei

Neu dabei der „Pott-Art“-Künstler Jörg Lippmeyer, ein bekennender Wanne-Eickeler Maler, Grafiker und halloherne-Karikaturist, der auf ein bewegtes Leben als freiberuflicher Künstler zurückblicken kann und sich neben seiner Passion, „die Welt ein wenig freundlicher und bunter zu machen“, auch zunehmend beim Herner Künstlerbund und der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 engagiert.

Ebenfalls in diesem Jahr hinzugekommen der gebürtige Herner Keramiker Thomas Stüke, der sich folgenden Satz Gerhard Richters zu eigen macht: „Aus manchem verwackelten, schlecht beleuchteten Foto spricht mehr zu mir als aus dem besten Cezanne.“ Der nun in Niedersachsen lebende, in jüngster Zeit aber mehrfach in Herner Ausstellungen vertretene Künstler hat für „Art to go“ Siebdrucke im Kleinformat 7,5 mal 7,5 Zentimeter hergestellt.

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Andere künstlerische Techniken der Unikate sind Collagen, Öl auf Leinwand, Acryl, Aquarelle, Fotos und Objekte. Der Eintritt an beiden Ausstellungstagen ist frei, ein Glas Wein und kleine Snacks inbegriffen.

„Art to go“-Objekte von Jörg Lippmeyer und Annette Ihme-Krippner.
Vergangene Termine (2) anzeigen...
  • Samstag, 11. Mai 2024, um 15 Uhr
  • Sonntag, 12. Mai 2024, um 15 Uhr
| Autor: Pitt Herrmann
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