Wittekindshof gewinnt Förderpreis

Für gesundes Arbeiten

v.l. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Dr. Lieseltraud Lange-Riechmann, Wittekindshofer BGM-Koordinatorin, Hans-Jürgen Kämper, Wittekindshofer Ansprechperson-Sucht, Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen.
v.l. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Dr. Lieseltraud Lange-Riechmann, Wittekindshofer BGM-Koordinatorin, Hans-Jürgen Kämper, Wittekindshofer Ansprechperson-Sucht, Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen. Foto: Wittekindshof

Gold für die Diakonische Stiftung Wittekindshof: Sie belegt den ersten Platz beim Deutschen Förderpreis für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Dieser wird jährlich von der DAK-Gesundheit und der Kommunikationsberatung MCC vergeben. Die Stiftung, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderung kümmert, wurde für ihre innovative Idee einer App zur Suchtprävention ausgezeichnet. Ein Sachpreis im Wert von 30.000 Euro wird sie bei diesem Projekt unterstützen. Firmen aus ganz Deutschland hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Diesjähriger Schwerpunkt ist das Thema Sucht am Arbeitsplatz.

Der Vorsitzende des Vorstands der DAK-Gesundheit Andreas Storm und Professor Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen ehrten die Gewinner in Bonn während des Kongresses Betriebliches GesundheitsManagement. Das Siegerprojekt der Diakonischen Stiftung Wittekindshof etabliert ein digitales Angebot für Mitarbeiter, das Informationen und Unterstützung zum Thema Suchtgefährdung bietet und in einer App bündelt.

Barrierefreier Zugang

„Unser Ziel ist es, alle Mitarbeiter zu erreichen. Das gestaltet sich generell schwierig bei einem Unternehmen mit 100 Standorten. Die Lösung: wir holen die Menschen ganz einfach da ab, wo sie sind. Und das ist mittlerweile meist im Netz“, sagt Diakonin Dr. Lieseltraud Lange-Riechmann, Koordinatorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. „Durch die App schaffen wir einen barrierefreien Zugang. ‚App geht’s – in ein suchtfreies Leben‘ zielt darauf ab, nicht nur gefährdete Personen, sondern auch den Menschen im beruflichen Umfeld ein Informations- und Kommunikationsportal zur Verfügung zu stellen.“ Zudem würden Gesundheitstage zum Thema Sucht angeboten, wie kürzlich in Herford, oder in Zusammenarbeit mit der Hauptstelle Sucht mit Sitz in Hamm ganze Präventionswochen an unterschiedlichen Standorten der Stiftung durchgeführt.

Das Sozialunternehmen Wittekindshof ist in 18 Kommunen in Nordrhein-Westfalen vertreten und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter. „Bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist ein besonders sensibler Umfang gefragt. Das verlangt nach innovativen Ideen“, begründet Andreas Storm die Auszeichnung. „Durch den Einsatz einer App werden alle Mitarbeiter schnell, unkompliziert und ortsunabhängig erreicht. So kommen Informationen und Hilfsangebote dort an, wo sie benötigt werden.“ Als Gewinn unterstützt die DAK-Gesundheit die Diakonische Stiftung Wittekindshof mit BGM-Maßnahmen im Wert von 30.000 Euro.

Alkohol, Medikamente, Computerspiele

Dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit zufolge hat jeder zehnte Arbeitnehmer einen riskanten Alkoholkonsum - mit gravierenden Folgen für die Arbeitswelt. So ist der Krankenstand bei Betroffenen doppelt so hoch wie bei Nicht-Betroffenen, auch arbeiten sie oft unkonzentrierter im Job oder kommen zu spät. Dabei zählt nicht nur Alkohol zu den problematischen Faktoren, sondern auch andere Suchtrisiken wie Rauchen, Dampfen oder Computerspielen.

Der Deutsche BGM-Förderpreis ist eingebunden in ein breites Programm zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Damit engagiert sich die DAK-Gesundheit bundesweit in vielen hundert Unternehmen, um dort für ihre Versicherten frühzeitig die Weichen zum Gesundbleiben zu stellen. Weitere Informationen zum BGM der DAK-Gesundheit gibt es auch unter: www.dak.de/bgm

Quelle: