WHS baut am Westbach

Wohnhäuser der Wohnungsgenossenschaft Herne Süd eG (WHS) in der Straße Am Westbach in Herne (NW), am Dienstag (19.02.2019). Im Bild die Häuser mit den ungeraden Hausnummern. Sie sollen abgebrochen werden und Platz für ein Neubauprojekt machen.
Müssen weichen: die alten Mehrfamilienhäuser in der Straße Am Westbach. Foto: Stefan Kuhn

Die Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd (WHS) nimmt ein großes Bauvorhaben im Herner Süden in Angriff. In der Straße Am Westbach werden 2020 die alten Mehrfamilienhäuser abgebrochen. Sie stehen zum Teil schon leer, freie Wohnungen wurden seit geraumer Zeit nur befristet vermietet. Am kommenden Freitag, 22. Februar 2019, wollen Vorstand und Architekt die Pläne im Rathaus vorstellen. Bis dahin hüllt sich das traditionsreiche Wohnungsunternehmen noch in Schweigen.

Straßenschild Am Westbach in Herne (NW), am Dienstag (19.02.2019).
Die Siedlung liegt zwischen der Bochumer Straße und der Flottmannstraße. Foto: Stefan Kuhn

Soviel ist bekannt: die verbliebenen Mieter der Siedlung auf beiden Straßenseiten wurden in Versammlungen Ende Januar 2019 über die Konkretisierung des Bauvorhabens informiert und das Projekt erstmals vorgestellt. Bereits 2014 gab es erste Informationen an die Betroffenen. Auch im Quartierskonzept Herne-Süd der Stadt Herne ist der Abriss der Häuser Am Westbach 1 bis 23 und ein anschließender Neubau genannt. Die WHS äußerte sich erst wieder 2018: „Was abschließend unser bisher visionär angedachtes Projekt Am Westbach in Herne-Süd anbelangt, werden wir nunmehr im Laufe des zweiten Halbjahres 2018 die konkreten Planungen verstärken." Im Frühjahr 2020 wird es dann voraussichtlich soweit sein, dass die Bagger anrollen. In zwei Bauabschnitten wird das Neubauprojekt umgesetzt. Die Planung hat das Bochumer Architekturbüro Tor5 von Herfried Langer übernommen. Sein Büro hat bereits den Neubau der Strünkeder Höfe an der Jobststraße umgesetzt und ist momentan auch bei der Umgestaltung des Wohnkomplexes an der Bochumer Straße involviert. Ausschlaggebend für den Neubau ist die geringe Größe der aktuellen Wohnungen und die mangelnde Barrierefreiheit. Zudem soll eine Tiefgarage, die in der Straße ohnehin angespannte Parkplatzsituation, entlasten.

Logo der Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd eG (WHS) an der Geschäftsstelle in der Siepenstraße in Herne (NW), am Mittwoch (20.02.2019).
Die Geschäftsstelle der WHS liegt an der Siepenstraße. Foto: Stefan Kuhn

Hintergrund zur WHS

Die WHS wurde 1924 als Wohnungssparverein Selbsthilfe gegründet. 1927 baute der Verein an der Jobststraße in Baukau seine ersten zwei Häuser mit elf Genossenschaftswohnungen. Schon 1928 wurden weitere Grundstücke in Herne-Süd erworben und die Selbsthilfe war, mit rund 222 Mitgliedern, zu dieser Zeit die größte Baugenossenschaft in Herne. Heute verfügt die Genossenschaft über mehr als 2.100 Mitglieder. In ihrem Besitz befinden sich 1.834 Wohnungen in 238 Häusern in Herne, Recklinghausen und Witten. Des Weiteren verwaltet die WHS, über die eigene Wohnungseigentums-Verwaltung, 376 Wohnungen Dritter in 49 Gebäuden. Im Vorjahr waren 99,02 Prozent der Wohnungen vermietet. Die WHS konzentriert sich nach eigenen Angaben „intensiv auf die Verbesserung der Qualität, Technik und Attraktivität der eigenen vier Wände und des Wohnumfelds".

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