wewole STIFTUNG schafft 20 inklusive Arbeitsplätze

v.l. Dorothee Wasel (Leitung Bahnhofsmanagement DB Station&Service AG), Carsten Kirchhoff (Projektleiter BEG NRW mbH) und Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja übergaben den Schlüssel für das Empfangsgebäude an Rochus Wellenbrock, den Geschäftsfüh
v.l. Dorothee Wasel (Leitung Bahnhofsmanagement), Carsten Kirchhoff (BEG NRW mbH) Rajko Kravanja, Rochus Wellenbrock. Foto: wewole STIFTUNG/Stefan Kuhn

Castrop-Rauxel. Die Herner wewole STIFTUNG ist seit Montag (1.10.2018) Besitzer des Empfangsgebäudes im Hauptbahnhof Castrop-Rauxel. Am Donnerstag (11.10.2018) , wurde das Objekt offiziell an den Teilhabe-Anbieter für Menschen mit Behinderungen in Herne und Castrop-Rauxel übergeben. „Die Umbauarbeiten werden so schnell wie möglich beginnen“, kündigte der Stiftungsvorsitzende Rochus Wellenbrock an. Spätestens im Frühjahr 2019 werden im Erdgeschoss das Café CAPuccino und der Verkaufskiosk Nimm Ess mit die Nutzer von Bussen und Bahnen mit Speisen und Getränken versorgen. Dazu geht die Stiftung das landesweit erste Franchise-Projekt mit der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd (gdw süd) ein. Für die wewole STIFTUNG ist die Übernahme des Empfangsgebäudes von der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW (BEG) ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des Sozialunternehmens, ein fester Bestandteil des sozialen Arbeitsmarktes zu werden.

Rochus Wellenbrock: „Wir schaffen hier 20 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, die aus der Region kommen werden.“ Vier weitere Arbeitsplätze sind für Führungskräfte vorgesehen. Der neue Eigentümer, die wewole WERKEN gGmbH, investiert einen hohen sechsstelligen Betrag in den Umbau des Erdgeschosses. In der ersten Etage soll die von der AWO-Tochter Rebeq geführte Radstation ein neues Zuhause finden – mit Gleisanschluss. Der wewole-Chef freut sich auf das Miteinander: „Wir haben einen guten Weg für eine konstruktive Zusammenarbeit gefunden und wollen gemeinsam diesen attraktiven Standort weiterentwickeln.“ Davon ist auch der Castrop-Rauxeler Bürgermeister Rajko Kravanja überzeugt, der bei Schlüsselübergabe am Donnerstag übrigens von einem „Sozialen Bahnhof“ sprach, „mit der wewole und der Rebeq unter einem Dach“.

Für den Betrieb von Kiosk und Café schlägt die wewole STIFTUNG erstmals einen völlig neuen und landesweit bisher einmaligen Weg ein: Im Erdgeschoss ist die wewole WERKEN gGmbH Franchise-Partner der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd (gdw süd). Diese anerkannte Einrichtung der Behindertenarbeit versetzt Sozialunternehmen wie die wewole in die Lage, in der Gastronomie und im Handel inklusive Arbeitsplätze zu schaffen, wirtschaftlich zu betreiben und dauerhaft zu erhalten - direkt eingebettet in das gesellschaftliche Umfeld. Das Projekt in Castrop-Rauxel ist für die gwd süd das erste in NRW in ihrem Geschäftsfeld, das sich am Endverbraucher orientiert.

Rochus Wellenbrock: „Durch die Kooperation nutzen wir die Business-Kompetenz der gdw süd in Bezug auf Standortbewertung, Einkaufskonditionen, Sortiments- und Marktgestaltung. Ich freue mich sehr, dass wir einen Partner gefunden haben, der wie wir mit und für Menschen mit Behinderungen arbeitet.“ CAPuccino und Nimm Ess mit Im linken Teil des Bahnhofgebäudes, und auch auf dem Bahnhofsvorplatz, wird ab Frühjahr 2019 das CAPuccino einziehen, ein Backshop mit Cafè und Bistro, wo es auch eine leckere Currywurst geben wird. Verfeinert übrigens mit der Ruhrpott-Tunke, einer Sauce in drei Geschmacksrichtungen, die von der wewole STIFTUNG konzipiert, produziert und vertrieben wird. Im rechten Teil eröffnet der Kiosk Nimm Ess mit, der unter anderem kleine Snacks wie Salate und Pizza, Zeitschriften und Tabakwaren im Sortiment führen wird. Auch eine Lottoannahmestelle findet dort ihren Platz.

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