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Gemeinsam agieren: Der Fachbereich Öffentliche Ordnung mit dem KOD, die Polizei und Entsorgung Herne starten das Projekt Buschmannshof, um dort für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Dezernent Dr. Frank Burbulla (4.v.r.) erläuterte das Vorgehen der Stadt.

Gemeinsames 'Projekt Buschmannshof' für Sauberkeit und Ordnung

Wanne-Mitte soll sicherer werden

Wanne-Mitte soll sicherer werden. Das ist das Kernziel des „Projekts Buschmannshof“, welches den namensgegeben Standort, als auch den Postpark und den Hauptbahnhof schöner, sauberer und sicherer gestalten soll.

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Da dort der Konsum von und Handel mit Drogen, der Konsum von Alkohol, die Vermüllung und Verunreinigung, Lärm, Streitigkeiten, als auch Hinterlassenschaften von Obdachlosen und Drogenkonsumenten zum ständigen Problem geworden sind, kooperieren die Stadt mit dem Fachbereich Öffentliche Ordnung, die Polizei und Entsorgung Herne. Die beiden erstgenannten hatten im Mai 2023 eine neue Vereinbarung unterschrieben (halloherne berichtete).

Ärger und Ängste bei Passanten und Anwohnern

Zudem gibt es immer wieder pöbelnde Jugendliche, sowohl am Buschmannshof, als auch im dort fahrenden ÖPNV. Das sorgt bei den Menschen, egal ob Anwohner oder Passant, für Ärger und Ängste. Um das in den Griff zu kriegen, hat die Stadt um Ordnungsdezernent Dr. Frank Burbulla drei Säulen (Drogen/Alkohol, Gestaltung öffentlicher Raum und Sauberkeit) definiert, die angegangen werden sollen. „Wir haben uns Lagebilder verschaffen, die zunächst aufgrund der Sichtweisen unterschiedlich waren, aber nun wissen alle Beteiligten, was los ist“, erläutert Burbulla.

Der Buschmannshof ist häufig ein Treffpunkt der Drogen- und Alkoholszene.

Dazu gehört eine Sammlung von Ideen. „Manches findet bereits statt, manches ist in der Prüfung in Bezug auf rechtliche, finanzielle und personelle Fragen und manches kommt noch neu hinzu“, kündigt der Dezernent an. Zudem ist am Donnerstag, 11. April 2024, im Quartiersforum Wanne eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der Bürger ihre Ideen einbringen können. Geplant ist es für 16:30 Uhr in den Räumen von PlanB Ruhr, Hauptstraße 221. Zusammen mit dem Gesundheitsamt, Kadesch, als auch Streetworkern und Sozialarbeitern, sind Ziele vorgegeben worden.

Polizeieinsätze sollen um die Hälfte weniger werden

Im Bereich der Öffentlichen Sicherheit soll bis Sommer 2025 das Sicherheitsgefühl merklich gesteigert werden. Gegenwärtig beschäftigen sich Stadtplaner mit der Mauer, die oft zum Hinsetzen genutzt wird - hier könnte bald eine bauliche Veränderung stattfinden. Zudem sollen die Polizeieinsätze, die durch Kunden und Fahrer des ÖPNV veranlasst werden, um mindestens 50 Prozent verringert werden. Außerdem sollen die Ordnungskräfte stärker wahrgenommen werden.

Letzteres spüre man bereits jetzt, sagt Simone Wohlrath, Leiterin der Führungsstelle der Bochumer Polizei. Zwei Polizisten sind häufig vor Ort und fahren Streife. Damit soll der Aufenthalt von manchen Personen, die nicht erwünscht sind, unangenehm gestaltet werden. Rouven Riegner und seine Kollegin Denise Zierow, beide Polizeioberkommissar, sagen, dass die Präsenz Wirkung zeige.

Polizisten werden häufiger von Bürgern angesprochen

„Wir werden von Bürgern angesprochen, aber auch von den Security-Mitarbeitern. Zudem merkt man, dass die Straftaten zurückgehen“, sagt Riegner. In Zahlen könne man das aber noch nicht ausdrücken, hierzu muss die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2023 abgewartet werden, ergänzt Wohlrath. Hierzu zählen vor allem Taschendiebstähle und Ladendiebstähle. Diese Kriminalität soll laut der Verwaltung um 30 Prozent gesenkt werden.

Der KOD kontrolliert nun zunehmend gemeinsam mit der Polizei.

Werner Friedhoff, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung, gibt zu, dass die Verantwortlichen und die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes teilweise an ihre Grenzen gestoßen seien. „Nun stimmen wir aber unsere Einsätze mit den anderen Behörden ab und erhöhen so die Präsenz vor Ort“, sagt Friedhoff.

Häufigere Reinigung, neue Straßenreinigungsmaschine

Einiges wurde bereits umgesetzt. Dazu gehören die Reinigung durch Quartiershelfer, die Intervalle zum wurden ausgeweitet. Zudem gibt es für die Drogenkonsumenten Impfangebote, beispielsweise für Hepatitis. In Kürze soll eine elektrische Straßenreinigungsmaschine ihren Dienst verrichten, um so besonders schwer zugängliche Bereiche (unter Bänken oder in Pflasterfugen) zu reinigen.

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Nach der Beendigung des Projekts im Sommer 2024 erfolgt bis zum Herbst ein Abschlussbericht. Dann wird man sehen, ob alle Maßnahmen gefruchtet haben oder wo noch Handlungsbedarf für einen sicheren und sauberen Buschmannshof besteht.

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  • Donnerstag, 11. April 2024, um 16:30 Uhr
| Autor: Marcel Gruteser