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Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert.

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Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen.

Die Wiedergeburt als Chance

Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander.

Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro.

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Donnerstag, 30. April 2026, um 19:30 Uhr MIR - Musiktheater im Revier, Kennedyplatz 1, 45881 Gelsenkirchen Kleines Haus

'Hand Made'

Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini.

Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

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Samstag, 9. Mai 2026 MIR - Musiktheater im Revier, Kennedyplatz 1, 45881 Gelsenkirchen Kleines Haus
Weitere Termine (5) anzeigen...
  • Sonntag, 17. Mai 2026
  • Samstag, 6. Juni 2026
  • Freitag, 12. Juni 2026
  • Sonntag, 21. Juni 2026
  • Donnerstag, 2. Juli 2026
Vergangene Termine (1) anzeigen...
  • Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr
Dienstag, 21. April 2026 | Autor: Pitt Herrmann