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Freuen sich über den Umzug von bis zu 70 Mitarbeitern der Stadt in Haus 4 des Shamrockparks: (v.li.) Christian Schildberg, Kathrin Schween, Ulrich Kleine-Bursiek (alle FB Immobilien), Stadtdirektor Hans Werner Klee, Martin Krause (Personalchef Stadt Herne), Dr. Frank Burbulla (Ordnungsdezernent), Nikolaus Akira Vondran (Re-Quest, Objektbetreuer) und Thorsten Laskowski (Ruhrwert Immobilien).

Stadt mietet große Büroflächen im Shamrockpark an

Viel mehr Platz: Neue Räume für das Ausländeramt

Arbeitsagentur raus, Ausländeramt rein: So lässt sich in Kürze der Wechsel in den Räumen von Haus 4 im Shamrockpark zusammenfassen, der Mitte Oktober bekanntgegeben wurde (halloherne berichtete). Die Stadt Herne mietet hier ab 1. Dezember 2023 Büroflächen an, um die bisherigen Räume im WEZ an der Hauptstraße zu entlasten. Der Einzug ist für Anfang Januar 2024 vorgesehen, am Mittwoch (15.11.2023) war Zeit für einen Rundgang.

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Die alten Räume sind klein und veraltet, der Eingang sowie die Flure beengt, Mitarbeiter sitzen teilweise zu dritt in einem Büro. Ordnungsdezernent Dr. Frank Burbulla spricht von einer „Legehennen-Haltung“ für die Mitarbeiter, die betroffenen Personen hätten nach der Bekanntgabe der Pläne „gejubelt“. Nun soll es für mindestens fünf Jahre, so die zunächst vereinbarte Mietdauer mit der Ruhrwert Immobilien und Beteiligungs GmbH, die nach der Insolvenz des Fakt AG als Eigentümer des Geländes im Auftrag des Insolvenzverwalters die Vermietung der Gebäude übernimmt, erstmal ausgedehnter werden.

Insgesamt ziehen rund 70 Personen ein

In der ersten Etage ziehen rund 55 Mitarbeiter ein, rund 1.500 Quadratmeter werden angemietet. Auf dieser Fläche werden auch noch rund zehn bis 15 Mitarbeiter vom Kommunalen Integrationsmanagement künftig arbeiten - sie verrichten ihre Aufgaben bislang im Wanner Rathaus sowie am Rademachers Weg.

Die Büros werden derzeit noch umgestaltet, die Wände und Decken sind schon fertig - die Innenausstattung fehlt aber noch.

Noch arbeiten hier die Handwerker. Böden werden verlegt, aber die Wände sind schon fertig, ebenso sind neue Decken und neue Lampen bereits drin, berichtet Nikolaus Akira Vondran von der Firma "Re-Quest", er arbeitet als eine Art Objektbetreuer und ist Ansprechpartner für die Vermietung. „Die Arbeiten sind gut im Zeitplan", hält er fest. Zusätzlich zur Renovierung kommt eine moderne Ausstattung in Form von Schreibtischen und Technik.

'Bietet viele Perspektiven'

Stadtdirektor Hans Werner Klee lobt den Standort: „Ich bin hiervon überzeugt - auch weil ich hier früher selbst schon zwei Jahre gearbeitet habe. Auch wenn die Rahmenbedingungen durch die Insolvenz nicht optimal sind, bietet diese Immobilie viele Perspektiven.“

Der Shamrockpark wird derzeit von einem Insolvenzverwalter geführt, der die Vermietung der Gebäude übernimmt.

Diese Perspektiven sieht er aktuell aber nicht beim alten Standort an der Hauptstraße. „Wir sind dort mit dem Zustand nicht mehr zufrieden. Nach einem Eigentümerwechsel erwarten wir eine Verbesserung, ansonsten werden wir den Mietvertrag, der bis Ende 2026 läuft, nicht mehr verlängern“, macht der Kämmerer deutlich. Dann legt er los und zählt die Mängelliste auf: „Heizung, Sanitär, Fassade, Dach, Fenster, Elektrik, Aufzüge: All das muss gemacht werden. Wir sprechen hier von einer Generalsanierung.“

Ohne Sanierung: Auf der Suche nach Alternativen

Der Eigentümer müsse aus Sicht der Stadt einen zweistelligen Millionenbetrag investieren, damit der Ankermieter über die Fortsetzung des Mietvertrags im WEZ nachdenken würde. Falls nicht: „Dann müssen wir uns frühzeitig auf die Suche nach Alternativen begeben“, stellt Klee klar.

Doch zurück zum Shamrockpark, für den die Stadt ein wichtiges Signal senden möchte. Personalchef Martin Krause sieht eine Verpflichtung der Stadt als Arbeitgeber gegenüber den Mitarbeitern. „Wir müssen uns die Frage stellen: Wie sehen moderne Arbeitsflächen aus und wie können wir diese zur Verfügung stellen?“ Häufig kämen bereits im Bewerbungsgespräch Fragen danach auf, schließlich können sich viele heutzutage ihren (kommunalen) Arbeitgeber aussuchen, daher entscheiden Details wie Ausstattung und Modernität.

Zur Modernität sollen auch Glasfaserverbindungen und Self-Service-Terminals beitragen. Übrigens: Die alten Schreibtische im WEZ werden nicht verschrottet, sondern weiterhin genutzt. Die Fachbereiche Soziales und Kinder-Jugend-Familie, ebenfalls im WEZ zu Hause, können sich künftig weiter ausbreiten.

Helle, breite Flure: Mehr Platz als im WEZ.
| Autor: Marcel Gruteser