Urbane Künste: Wandersalon #33

Vermessung des Körper

Wandersalon #33 Vermessung des Körpers.
Wandersalon #33 Vermessung des Körpers. Foto: Heinrich Holtgreve

Dortmund. Die Künstler Yuri Pattison und Asad Raza diskutieren am Donnerstag, 19. Mai 2022, ab 19 Uhr, gemeinsam mit der Künstlerin Alexandra Pirici, die zum Ruhr Ding - Territorien (2019) - in der Waschkaue der Kokerei Hansa ein Hologramm mit einer menschlichen Performerin interagieren ließ, welche infrastrukturellen Voraussetzungen das Verhältnis von Mensch und Maschine prägen und wie sich diese hybride Beziehung auf das Verständnis unseres Körpers und das gesellschaftliche Miteinander auswirkt.

Das Zeitalter des Datensammelns durch Schlaf-, Schritt- oder Zyklus-Apps bringt eine Infrastruktur der Erfassung unserer körperlichen Aktivitäten hervor, stets im Zeichen von Selbstregulation und Optimierung der Leistungsfähigkeit. Auch um Roboter und Menschen ideal zusammenarbeiten zu lassen, muss der Mensch vermessen werden. Diese Vermessungen des Körpers sind von impliziten Vorannahmen geprägt, die Gender, Leistungsfähigkeit und Gesundheit betreffen. Zugleich eröffnen die Interaktionen von Mensch und Maschine neue Möglichkeiten, indem sie die Annahme „natürlicher“ Körper in Frage stellen.

Hybrid und auf Englisch

Die Veranstaltung findet in hybrider Form und auf Englisch statt. Eine Voranmeldung über Eventbrite ist hier erforderlich. Am Veranstaltungsort gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Darüber hinaus gilt keine 3G-Regel mehr.

Der Wandersalon #33 Vermessung des Körpers ist Teil der Reihe Ermüdung und Versorgung, einer Kooperation von Urbane Künste Ruhr und dem Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr Universität Bochum. Die Reihe untersucht Fragestellungen rund um die Themenkomplexe Schlaf und Infrastrukturen. Im Zentrum stehen wissenschaftliche wie künstlerische Perspektiven auf Körper und Zeit sowie auf die Wechselbeziehungen zwischen sichtbaren und unsichtbaren Infrastrukturen.

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  • Donnerstag, 19. Mai 2022, um 19 Uhr
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