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Eine aktuelle Umfrage der Umfrage der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen zeigt, nur 3 Prozent der Unternehmen können Zahlung in aktueller wirtschaftlicher Situation leisten (Symbolbild)

Nur 3 Prozent der Unternehmen können Zahlung in aktueller wirtschaftlicher Situation leisten

'Unternehmen protestieren gegen 1000 Euro-Bonus'

„Man hat das Gefühl, dass der Regierung die ernste Lage der Wirtschaft nicht ansatzweise bewusst ist.“ Mit diesen und weit schärferen Kommentaren reagieren die Unternehmen im Mittleren Ruhrgebiet und Westfalen auf den von der Bundesregierung beschlossenen steuer- und abgabenfreien Bonus von bis zu 1000 €, den Unternehmen ihren Beschäftigten angesichts der aktuellen Preissteigerungen zahlen können. Lediglich 3 % der befragten Unternehmen können es sich erlauben, den Beitrag in der aktuellen wirtschaftlichen Situation zu zahlen. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum unter ihren 420 Mitgliedsunternehmen. Die Rede ist gar von einer „Frechheit“, „Zumutung“ und „Unverschämtheit“.

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„Unsere Mitglieder sehen sich mit Erwartungen ihrer Beschäftigten konfrontiert, die sie nun enttäuschen müssen. Das führt in den Betrieben zu Diskussionen, Ärger und Demotivation“, sagt Lars Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen. „Die Bundesregierung schiebt den Schwarzen Peter den Unternehmen zu. Die Politik wäre gut beraten, stattdessen echte Lösungen für die Wirtschaft zu erarbeiten und endlich wichtige Reformen anzugehen, um unseren Wirtschaftsstandort zu stärken. Aktuell tut sie genau das Gegenteil.“

Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen prüft derzeit noch, ob eine Zahlung – auch in Etappen – möglich ist. „Ich gehe davon aus, dass die wirtschaftliche Situation und der enorme Kostendruck in den meisten Unternehmen zu einem negativen Ergebnis führen wird“, so Bergmann. Schließlich leiden auch die Betriebe unter steigenden Kosten aufgrund des Iran-Krieges und der Sperrung der Straße von Hormus.

Freitag, 17. April 2026 | Quelle: Pressedienst Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen