Umzugskosten bei der Steuer absetzen

Bund der Steuerzahlerzahler NRW erläutert die neuen Pauschalen

Steuererklärung.
Umzugskosten kann man nun bei der Steuer absetzen. Foto: Pixabay

Wechseln Steuerzahler aus beruflichen Gründen den Wohnort, können sie die Ausgaben für den Umzug i. d. R. als Werbungskosten bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Die Finanzverwaltung hat die Pauschalen für Umzüge angepasst, die ab Juni 2020 erfolgen. Das teilte der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW am Freitag (10.7.2020) mit.

Steuerzahler, die berufsbedingt die Wohnung wechseln, haben gute Chancen, dadurch ihre Einkommensteuern zu reduzieren. Neben Einzelkosten, etwa für einen Makler, Fahrtkosten oder Kosten für die Spedition kann zusätzlich ein Pauschbetrag für „sonstige Umzugskosten“ abgezogen werden, erklärt der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen. Im Mai 2020 hat das Bundesfinanzministerium neue Umzugspauschalen veröffentlicht, die bereits für Umzüge ab 1. Juni 2020 gelten. Maßgeblich ist dabei der Tag, vor dem die Umzugskisten und Möbel eingeladen werden.

Wer jobbedingt umziehen muss, kann zunächst eine Pauschale von 860 Euro ansetzen. Für Ehepartner, Kinder, Stief- oder Pflegekinder kann ein Betrag von jeweils 573 Euro hinzugerechnet werden. Wer bislang keine eigene Wohnung hatte oder nicht in eine eigene Wohnung zieht, kann bei einem Wohnortswechsel eine Pauschale von 172 Euro geltend machen. Voraussetzung ist auch hier, dass der Umzug aus beruflichen Gründen erfolgte - beispielsweise beim Jobwechsel, weil erstmals eine Arbeit aufgenommen wurde oder sich durch den Umzug die Fahrtzeit zur Arbeit deutlich verkürzt.

Dabei kommt es nicht auf die Wegstrecke, sondern auf die Fahrtzeit an, die durch den Umzug eingespart wird: wer durch den Umzug täglich etwa eine Stunde weniger für den Weg zur Arbeit benötigt, kann profitieren. Auch ein Umzug innerhalb einer Großstadt kommt somit in Betracht. Eine vierköpfige Familie, die aufgrund des Jobwechsels im Juni 2020 umzieht, kann beispielsweise insgesamt 2.579 Euro bei der Einkommensteuererklärung pauschal absetzen.

Wurde der Umzug hingegen im Mai 2020 beendet, können nur 2.361 Euro geltend gemacht werden. Erstattet der Arbeitgeber die Umzugskosten, bleibt das bis zur Höhe der Pauschale steuerfrei. Allerdings können die Ausgaben dann nicht mehr bei der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden.

Ausführliche Informationen zu „Umzug und Steuern“ enthält ein Ratgeber, der kostenfrei beim Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen unter der Tel 0211/99175-45 angefordert werden kann.

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