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Auf dem ehemaligen Sportplatz Nordstraße sollen ein grünes Quartier und bezahlbarer Wohnraum entstehen (Archivfoto).

Förderbescheid über 800.000 Euro erhalten und Baustart absehbar

Startschuss für Quartierpark Nordstraße

Gute Nachricht zum Jahresabschluss: Die Entwicklung des ehemaligen Sportplatzes des SV Fortuna 31 Herne an der Nordstraße schreitet voran (halloherne berichtete). Die Zusage der Förderrichtlinie 'Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft' (KRiS) liegt vor. Das Projekt erhält durch die Emschergenossenschaft und das Land NRW eine Förderung über 888.000 Euro.

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Dies sei der erste Förderbescheid der Richtlinie in NRW, die erst im April 2022 in Kraft getreten ist. Insgesamt 250 Millionen Euro wollen das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände in den kommenden zehn Jahren im Ruhrgebiet investieren, um die Region für das veränderte Klima zu rüsten.

Weiterer Baustein

„Dies ist ein weiterer Baustein, um Herne und das Ruhrgebiet zur grünsten Industrieregion der Welt zu machen", sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda beim Pressegespräch am Donnerstag (22.12.2022). „Die Förderzusage ist für uns der Startschuss, um im Februar 2023 mit den Arbeiten zu beginnen."

Auf dem ehemaligen Sportplatz Nordstraße sollen auch 40 Wohnungen entstehen.

Weiterhin werde das Projekt durch Land und Emschergenossenschaft finanziert. „60 Prozent kommen vom Land und 40 Prozent bringt die Emschergenossenschaft auf. Wir wollen Städte klimaresilienter machen und dieses Projekt ist ein guter Start", berichtet Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Grün-blaues Quartier für Herne-Baukau soll entstehen

Zur Erinnerung: Aus der seit 2014 brachliegenden 12.000 Quadratmeter großen Fläche soll ein neues grün-blaues Quartier für Herne-Baukau entstehen. Dazu wollen die Stadtentwicklungsgesellschaft Herne (SEG) und die Emschergenossenschaft zunächst auf rund zwei Dritteln der Fläche einen Quartierpark realisieren und ein Drittel der Fläche soll als Wohnraum nutzbar werden. Dazu werde die Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd (WHS), die sich in einem Wettbewerb zur Quartiersentwicklung durch setzte, ein Mehrfamilienhaus mit 40 Wohnungen bauen.

„Von den 40 Wohnungen sollen 20 sozial gefördert sein. Wir wollen hier preisgünstigen Wohnraum schaffen", so WHS-Vorstandschef Klaus Karger.

Die Förderung von über 888.000 Euro sorgte für Freude bei allen Beteiligten.

Dafür wurde bereits am Freitag (9.12.2022) der Kaufvertrag für das Grundstück notariell beglaubigt. Auch wenn die steigenden Baukosten die Zuversicht von Klaus Karger in den vergangenen Monaten etwas trübten, bleibt er optimistisch: „Die Baukosten explodieren, aber wir schauen weiter nach vorne. Wir denken positiv und hoffen im nächsten Jahr auf bessere Bedingungen."

Unterschiedliche Aufteilungsmöglichkeiten auf multifunktionaler Fläche

Insgesamt sollen die Herner im Quartierpark die Elemente der klimaresilienten Stadtentwicklung erleben können. „Wir planen unterschiedliche Aufteilungsmöglichkeiten auf einer multifunktionalen Fläche. Es soll Wasserspiele, einen Spielplatz, aber auch ein Retentionsbecken für Niederschlagswasser geben", erläutert Uli Paetzel von der Emschergenossenschaft.

Auch SEG-Chef Achim Wixforth zeigt sich erfreut über den Fortschritt bei den Planungen. „Wir denken grün und ab Wohnraum. Von diesem Projekt geht viel Strahlkraft aus. Es wird sich positiv auf die Stadtentwicklung auswirken", meint der SEG-Chef.

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Baustart ist für Februar 2023 anvisiert und im dritten Quartal 2023 soll ein Großteil des Parks bereits eröffnet werden.

So sah der ehemalige Sportplatz an der Nordstraße bei der Vorstellung der Pläne im September 2021 aus (Archivbild).
| Autor: Julia Blesgen