SPD zur Teststrategie an den Schulen

Stellungnahme

SARS-CoV Rapid Antigen-Test am Dienstag (03.11.2020) in Herne (NW). Mitarbeiter und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen werden mit solchen Schnelltest, die innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern, wöchentlich getestet.
Schnelltests liefern innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis. Foto: Stefan Kuhn

Die SPD-Ratsfraktion spricht sich für eine Wiedereinführung von Selbsttests an den Grundschulen aus und ist der Meinung, dass ein Wechsel der Teststrategie dringend notwendig ist. In einer Stellungnahme dazu von Montag (24.1.2022) heißt es dazu:

„Die Herner SPD-Ratsfraktion ist besorgt über die Geschwindigkeit der Ausbreitung der Omikron‐Variante. Besonders an Schulen verbreitet sich das Virus rasant. Mitte Januar lag die Inzidenz unter den 5- bis 12‐Jährigen bereits bei über 2.400. Um das Virus zu ermitteln, werden in den Grundschulen Pooltestungen durchgeführt. Bei einem positiven Pool müssen dann Einzeltestungen durchgeführt werden. Da die Labore mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenze kommen, macht sich das auch im Herner Schulleben deutlich bemerkbar: Oft sind ganze Klassen bis zu drei Tage in Quarantäne. Ein Zustand der nicht hinnehmbar ist.

Birgit Klemczak (SPD), Vorsitzende des Schulausschusses.
Birgit Klemczak (SPD), Vorsitzende des Schulausschusses. Foto: SPD

Birgit Klemczak, Vorsitzende im Schulausschuss: 'Auch während der aktuellen Corona-Welle muss gewährleistet sein, dass die Schulen geöffnet bleiben. Schulen sind Orte, an denen das soziale Leben der Schülerinnen und Schüler stattfindet.'

Hendrik Bollmann, schulpolitischer Sprecher der Herner SPD‐Fraktion: 'Eltern sind mehrmalige Quarantänen der Kinder aufgrund undifferenzierter Pooltestungen dauerhaft nicht zumutbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie erwerbstätig sind.'

Hendrik Bollmann (SPD), schulpolitischer Sprecher der Herner SPD‐Fraktion.
Hendrik Bollmann (SPD), schulpolitischer Sprecher. Foto: SPD

Eine solche Lösung kann die Durchführung von Schnelltests vor Schulbeginn sein. An weiterführenden Schulen ist dies ein alltägliches Vorgehen. Auf Nachfrage der SPD im letzten Schulausschuss wurde seitens der Stadt erläutert, dass das Land NRW einen Wechsel zur Durchführung von Schnelltest in Grundschulen nicht vorsieht und einen Alleingang der Stadt nicht erlauben würde.

Patrick Steinbach, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren: 'Das Ziel, ein Durchbrechen der Infektionsketten zu erreichen, ist durch Pooltestungen nicht gewähr-leistet. Zudem muss die psychische Gesundheit der Kinder durch einen weitgehend sicheren Schulalltag erhalten werden.'

Patrick Steinbach. (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren.
Patrick Steinbach, SPD, Vorsitzender im Ausschuss Soziales und Gesundheit. Foto: SPD

Das Land NRW muss die Interessen der Kinder und Eltern gleichermaßen im Auge behalten. Aus Sicht der Herner SPD‐Fraktion kann dies nur durch die Wiedereinführung der Selbsttestungen in den Grundschulen für die nächsten zwei Monate sichergestellt werden. Grundschulen müssen dringend die Möglichkeit der eigenständigen Organisation erhalten. Im Sinne des Gesundheitsschutzes könnte notfalls jeweils die erste Schulstunde zur Durchführung der Tests genutzt werden. Der damit verbundene Unterrichtsausfall beschränkt sich auf ein Minimum und ist im Gegensatz zu ganz‐ oder mehrtägigen Quarantänen überschaubar. Auch eine Kooperation mit den jeweils umliegenden Testzentren um die Grundschulstandorte sollte in Betracht gezogen werden.

Birgit Klemczak: 'Diese Art von Testung an den Grundschulen gab es schon einmal. Positive Kinder würden somit sofort entdeckt und die negativen Kinder können weiter in der Schule verbleiben.'"

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