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Im ersten Akt noch ganz konventionelle Geisha: „Madama Butterfly“ feiert Wiederaufnahme-Premiere am Samstag, 22. April 2022, um 19 Uhr im Essener Aalto-Theater.

Rückkehr auf die Aalto-Bühne

Puccinis herzzerreißende 'Madama Butterfly'

Was kostet die Welt? Leutnant Pinkerton von der US-Marine, mit der „Abraham Lincoln“ in Nagasaki stationiert, kauft nicht nur ein japanisches Freudenhaus, sondern mit Butterfly eine junge Geisha gleich mit. Die durch den amerikanischen Konsul Pinkerton beglaubigte Hochzeit wird durch die buddhistischen Angehörigen der Braut gestört, nachdem diese erfahren haben, dass Butterfly zum Christentum konvertiert ist.

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Bereits wenig später verlässt Pinkerton für drei Jahre das Land – und Butterfly, die inzwischen ein Kind zur Welt gebracht hat, wartet sehnsüchtig auf ihren Gatten. Doch der kehrt mit seiner amerikanischen Ehefrau Kate zurück, um den Sohn „heimzuholen“. Die Geisha nimmt sich das Leben...

Kein Wort Englisch verstanden

Schon bevor er seine „Tosca“ 1899 vollendet hatte, suchte Giacomo Puccini nach einem Libretto für die folgende Oper – zunächst ohne brauchbares Resultat. Als er aber 1900 in London weilte, empfahl man ihm das Duke of York’s Theatre, wo ein Schauspiel des amerikanischen Autors David Belasco gegeben wurde: „Madame Butterfly“. Obwohl der Komponist kein Wort Englisch verstand, war ihm schlagartig klar: Diese „Tragödie einer Japanerin“ würde seine nächste Oper. 1904 kam „Madama Butterfly“ an der Mailänder Scala heraus und trat, freilich erst nach mehreren Umarbeitungen, einen bis heute andauernden Siegeszug an.

In Alfred Peters Container-Bühne gibt sich die von Gabriele Rupprecht ein-eindeutig kostümierte Butterfly als US-Fan zu erkennen.

Neben der mitreißenden Geschichte ist es vor allem die Musik, die das Publikum bis heute zu Tränen rührt: Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ gehört zu den anziehendsten und gleichzeitig zu den tragischsten Werken des Musiktheater-Repertoires. Am Aalto-Theater hatte Tilman Knabe die Oper am 21. April 2011 in Alfred Peters Container-Bühne inszeniert mit Annemarie Kramer in der Titelpartie, Marie-Belle Sandis als Dienerin Suzuki und Zurab Zurabishvili als Leutnant Pinkerton.

Fast exakt zwölf Jahre nach der ersten Inszenierung

Fast exakt zwölf Jahre später stehen mit der Mezzosopranistin Marie-Helen Joël als Kate Pinkerton und dem Bariton Heiko Trinsinger als US-Konsul Sharpless noch zwei Solisten der ursprünglichen Besetzung auf der Aalto-Bühne bei der Wiederaufnahme-Premiere am Samstag, 22. April 2023. Im drastischen Kostüm Gabriele Rupprechts ist nun die italienische Sopranistin Francesca Tiburzi als Cio-Cio-San zu erleben. Sie gab ihr Essener Debüt in der gefeierten Inszenierung von Puccinis „Il Trittico“ in der vergangenen Spielzeit. Weitere Hauptpartien übernehmen nun Karin Strobos als Suzuki und Raffaele Abete als Pinkerton unter der musikalischen Leitung von Giuseppe Finzi.

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Die Aufführung dauert zwei Stunden und 45 Minuten, gesungen wird in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. 30 Minuten vor jeder Vorstellung findet ein Einführungsvortrag im oberen Aalto-Foyer statt. Karten für die Wiederaufnahme-Premiere am Samstag, 22. April 2023, um 19 Uhr und die weiteren Vorstellungen am Sonntag, 28. Mai, sowie am Sonntag, 11. Juni und Freitag, 16. Juni 2023 im Essener Grillo-Theater zum Preis zwischen 11 und 55 Euro sind erhältlich unter www.theater-essen.de oder Tel 0201 - 81 22 200.

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  • Samstag, 22. April 2023, um 19 Uhr
  • Sonntag, 28. Mai 2023, um 18 Uhr
  • Sonntag, 11. Juni 2023, um 18 Uhr
  • Freitag, 16. Juni 2023, um 19:30 Uhr
| Autor: Pitt Herrmann
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