Palliativ-Zertifikat für Herne

v.l. Christian Wald(Palliativ-Netzwerk), Johannes Chudziak (Stadt Herne), Karin Leutbecher (Palliativ Netzwerk), Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Brunhilde Schlachter (Palliativ Netzwerk)
v.l. Christian Wald, Johannes Chudziak, Karin Leutbecher, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Brunhilde Schlachter. Foto: Philipp Stark / Pressebüro Stadt Herne

Die Vorstandsmitglieder des Palliativ-Netzwerks Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel Karin Leutbecher, Brunhilde Schlachter und Christian Wald übergaben am Mittwoch (15.1.2020) ein Zertifikat an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Stadtrat Johannes Chudziak. Das Zertifikat wurde von der Koordinierungsstelle für Hospiz-und Palliativ-Versorgung in Deutschland ausgestellt, da die Stadt Herne und Vertreter des Palliativ-Netzwerks die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland im November 2019 unterzeichneten (halloherne berichtete).

Seit 2010 setzt sich die Charta für Frauen und Männer ein, die aufgrund einer Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Seit Mittwoch (6.11.2019) gelten die fünf Grundsätze der Charta (-Charta-Leitsätze-) auch in Herne und Castrop-Rauxel.

Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichteten sich die Stadt Herne und das Palliativ-Netzwerk für eine Verbesserung der Situation von Menschen an ihrem Lebensende einzusetzen. „Das Leben ist ein ständiger Kreislauf. Es soll human bis zum letzten Lebensweg bleiben. Deshalb wollen wir die Lebensqualität in allen Lebensphasen verbessern“, sagte Dr. Dudda. „Die Charta dient dazu, den Hospiz-Gedanken in die Bevölkerung zu tragen, denn auch im persönlichen Umfeld merkt man, dass sich immer noch zu wenig Menschen mit diesem Thema befassen," so Christian Wald.

„Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist auch für die stationären Einrichtungen von großer Bedeutung. Es wäre großartig, wenn wir es schaffen, die Charta-Leitsätze in den Einrichtungen zu festigen", sagte Brunhilde Schlachter. Durch die Charta sind bereits einige Kooperationsprojekte zwischen dem Netzwerk und der Stadt entstanden. So gibt es Volkshochschulkurse zur Letzten Hilfe. „In diesen Kursen werden Menschen an das Thema Sterbebegleitung herangeführt", berichtete Karin Leutbecher.

Stadtrat Johannes Chudziak ergänzte, dass an einem Projekt gearbeitet werde, in dem eine gesundheitliche Versorgungs-Planung in Form eines Notfallbogens entwickelt werde. Zukünftig will man noch enger miteinander kooperieren, denn das Ziel der Zusammenarbeit ist es, Leben, Sterben und Trauer als Teil des Lebens zu begreifen und in der Gesellschaft bewusster zu machen.

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