Notspielplan am Schauspielhaus Bochum

Wasserrohrbruch trübt Weihnachtsstimmung

Ein Wasserschaden im Bo Schauspielhaus schränkt den Betrieb ein.
Ein Wasserschaden im Bo Schauspielhaus schränkt den Betrieb ein. Foto: Pitt Herrmann

Durch einen Wasserschaden im Schauspielhaus Bochum müssen das Große Haus des Theaters sowie das Oval Office und die Kellerbar nebenan bis Mitte Januar 2020 geschlossen bleiben. Abgesagt werden muss daher auch das am 9. Januar 2020 geplante Gastspiel des Herner Schauspielers Joachim Krol mit der szenischen Lesung des Romans „Der erste Mensch“ von Albert Camus. In den Kammerspielen und in der Zeche 1 geht der Spielbetrieb wie geplant weiter, außerdem hat das Team um Intendant Johan Simons einen Ersatzspielplan erarbeitet.

Die Vorstellungen von Das große Weihnachtslieder-Singen am Donnerstag und Montag,19. und 23. Dezember, jeweils 19 Uhr, werden in die Kammerspiele verlegt. Zwei zusätzliche Aufführungen des Weihnachtslieder-Singens finden am Samstag, 21., 18 Uhr, und Sonntag, 22. Dezember, 19 Uhr, statt. Ebenfalls auf die Bühne der Kammerspiele verlegt wird die Aufführung von Iphigenie am Donnerstag, 26. Dezember 2019, 19 Uhr, – mit einem angepassten Bühnenbild zu vergünstigten Eintrittspreisen.

Ein Wasserschaden im Bo Schauspielhaus schränkt den Betrieb ein.
Ein Wasserschaden im Bo Schauspielhaus schränkt den Betrieb ein. Foto: Pitt Herrmann

Statt der Aufführung Die unglaubliche Geschichte vom kleinen Roboterjungen am Mittwoch, 25. Dezember 2019, liest das Ensemble des Familienstücks um 16 Uhr in den Kammerspielen Weihnachtsgeschichten vor - ebenfalls zu vergünstigten Eintrittspreisen, Kinder bis 14 Jahren kostenfrei. Die Vorstellung von Hamlet am Freitag, 27. Dezember, wird in den Kammerspielen ersetzt durch die Inszenierung Bilder deiner großen Liebe. Die Aufführung von Penthesilea am Donnerstag, 2. Januar 2020, wird auf der Kammerbühne von Sandra Hüller und Jens Harzer zu vergünstigten Eintrittspreisen um 19:30 Uhr als Lesung präsentiert.

Die Silvesterparty wird zu vergünstigten Eintrittspreisen vom Foyer des Schauspielhauses ins Tanas und ins Foyer der Kammerspiele verlegt. Aufgrund der geringeren Platzkapazität ist der geplante Auftritt einer Live-Band in den neuen Räumlichkeiten nicht möglich. Ein DJ wird den Abend musikalisch begleiten. Alle weiteren im Großen Haus geplanten Vorstellungen und Veranstaltungen müssen bis Freitag, 17. Januar 2020, entfallen. Auch die Installation Waveform X im Oval Office sowie die Audio-Installation Unsichtbar im Foyer des Theaters können nicht besucht werden.

Bei einem Rohrbruch, der sich am Samstag (14.12.2019) in den frühen Morgenstunden in den Kellerräumen ereignete, sind bislang nur teilsanierte technische Anlagen aus den beginnenden 1950er Jahren so beschädigt worden, dass die Klimatisierung und die Lüftung des Theatersaals nicht gewährleistet sind. Obwohl die Feuerwehr das Wasser, das den Keller des Schauspielhauses bis zu 50 cm flutete, binnen weniger Stunden absaugte, kann der Spielbetrieb im Großen Haus an der Königsallee voraussichtlich erst am Sonntag,18. Januar 2020, mit der Premiere der Iwanow-Inszenierung des Intendanten aufgenommen werden.

Bereits gekaufte Karten für die betroffenen Vorstellungen im Großen Haus können an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden. Wer Tickets anderweitig erworben hat wird gebeten, sich direkt an die entsprechende Vorverkaufsstelle zu wenden.

Autor: