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Zeche Zollverein in Essen.

Welterbe Zollverein entführt in den Grubenbetrieb

Neue Untertagewelt eröffnet

Essen (idr). „Untertage“ mit allen Sinnen erleben – das macht die neue Untertagewelt auf dem Welterbe Zollverein möglich. Im ehemaligen Bergebunker unweit des bekannten Doppelbocks erleben Gäste in insgesamt sechs inszenierten Räumen auf 250 Quadratmetern die schwere Arbeit der Bergleute im sogenannten Grubenbetrieb – mit Medienstationen, Filmmaterial sowie originalen Objekten und Geräuschen. Am Sonntag (24. 3.2024) wurde die neue Attraktion während des Saisonstarts auf Zollverein eröffnet, acht Führungen sind ab Montag, 25. März, buchbar.

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Die Entdeckungseise in die Untertagewelt beginnt thematisch mit der ersten Schachtabteufung im Jahr 1847 und endet mit der Stilllegung der letzten deutschen Steinkohlenzeche 2018. Entlang des Zeitstrahls werden technische und soziale Entwicklungen wie die Einführung der Acht-Stunden-Schicht sowie historische Meilensteine wie die März-Revolution erklärt.

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Zusätzlich gibt es in der Untertagewelt zehn Stelen, die das Leben von zehn Menschen erzählen, die auf Zollverein unter Tage gearbeitet haben. Werkzeug, das eingesetzt wurde, um die Steinkohle abzubauen, sowie die Ausrüstung zum Schutz der Bergleute gibt es in einem weiteren Raum zu bestaunen: Sägen, Helme, Grubenlampen. Für das richtige Untertage-Feeling werden schließlich in zwei Räumen auf großer Leinwand bzw. auf Monitoren Filme gezeigt, die zum Beispiel eine untertägige Zugfahrt oder den Abbau der Kohle mit riesigen Hobeln begleiten.

| Quelle: Informationsdienst Ruhr