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Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat.

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Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand.

Die Logik der Welt

Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus.

Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen.

Alte Gewissheiten geraten ins Wanken

Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es.

Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘…

Zwei-Personen-Stück

Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt.

Premiere am 21. Februar 2026

Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt.

Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr.

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Karten

Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

Mai
16
Samstag
Samstag, 16. Mai 2026, um 19:30 Uhr Volksbühne Körner, Hauptstraße 25, 44651 Herne
Weitere Termine (3) anzeigen...
  • Sonntag, 17. Mai 2026, um 18 Uhr
  • Samstag, 27. Juni 2026, um 19:30 Uhr
  • Sonntag, 28. Juni 2026, um 18 Uhr
Vergangene Termine (6) anzeigen...
  • Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr
  • Sonntag, 22. Februar 2026, um 18 Uhr
  • Samstag, 28. März 2026, um 19:30 Uhr
  • Sonntag, 29. März 2026, um 18 Uhr
  • Samstag, 18. April 2026, um 19:30 Uhr
  • Sonntag, 19. April 2026, um 18 Uhr
Montag, 16. Februar 2026 | Autor: Pitt Herrmann