Nachfahre besucht Gründerstätte

Jean Pierre Pont mit Frank Sichau an der Akademie Mont-Cenis

Nachfahre vor der Akademie Mont-Cenis: (v.li.) Jean Pierre Pont, Ingeborg Viehweger und Frank Sichau (Gesellschaft für Heimatkunde).
Nachfahre vor der Akademie Mont-Cenis: (v.li.) Jean Pierre Pont, Ingeborg Viehweger und Frank Sichau (Gesellschaft für Heimatkunde). Foto: Frank Sichau

Am Samstag (26.3.2022) besuchte Jean Pierre Pont aus Paris die Akademie Mont-Cenis in Begleitung von Ingeborg Viehweger und Frank Sichau, dem Vorsitzenden der Gesellschaft für Heimatkunde.

Jean Pierre Pont ist ein Nachfahre des Ingenieurs Joseph Pierre Monin (gestorben 1910), der vor gut 150 Jahren die Zeche Mont-Cenis im heutigen Herne-Sodingen gründete und über 25 Jahre bis 1896 Generaldirektor des Bergwerks war. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg von Mont-Cenis wuchs die Bevölkerung in Sodingen enorm und es entstand eine nachhaltige Infrastruktur, die Monin besonders gefördert hat.

Bekanntschaft über Biografie

Die Bekanntschaft zwischen Pont und dem Ehepaar Viehweger entstand durch die von Wolfgang Viehweger (gestorben 2021) erarbeitete und veröffentlichte Biografie von Joseph Pierre Monin.

Jean Pierre Pont war sehr beeindruckt von dem Akademiegebäude, das Mittelpunkt der Folgenutzung des 1978 geschlossenen Bergwerksstandorts seines Vorfahren ist und das von zwei französischen Architektinnen entworfen worden war. Erfreut war er auch über die auf Initiative von Wolfgang Viehweger entstandene Gedenktafel an Monin im Inneren der Akademie und die Benennung des elliptischen Allee-Weges um die Akademie nach Joseph Pierre Monin, der Ehemann der verwitweten Urgroßmutter von Jean Pierre Pont war.

Absicht, Erinnerungsraum zu errichten

Neben der Exkursion zur Akademie Mont-Cenis wurden mit Jean Pierre Pont verschiedene Informationen ausgetauscht. Dabei berichtete Pont auch über die Absicht der Gemeinde Arles-sur-Tech in der Pyrenäen-Region, einen Erinnerungsraum für Joseph Pierre Monin einzurichten. In diesem Zusammenhang regte er einen Informationsaustausch zwischen Herne und Arles-sur-Tech an.

In dieser Gemeinde hatte Monin nach seinem Wirken in Sodingen ein Erzbergwerk erworben, zum wirtschaftlichen Erfolg gebracht und auch dort eine nachhaltige Infrastruktur besonders gefördert – sogar mit eigenem Bahnhof. Nach einem informativen Tag verabschiedete sich Jean Pierre Pont von seiner Gastgeberin Ingeborg Viehweger mit der Zusage, weiter über die Erinnerung an Monin in der Pyrenäengemeinde Arles-sur-Tech zu berichten.

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