Ministerin Scharrenbach besuchte WHS-Projekt

Aufwendige Modernisierung wird vom Land NRW mit neun Millionen Euro gefördert

Das Projekt
Das Projekt "Wohnen am Europaplatz", WHS-Vorstand Klaus Karger (vorne, 2. v. l.) bekommt den Bewilligungsbescheid von Ina Scharrenbach (vorne, 3. v. l.), NRW-Ministerin für Heimat, Bau, Kommunales und Gleichstellung. Foto: Marcel Gruteser

Rund 35 Minuten dauerte nur der Besuch, dann war sie schon wieder mit ihrem Tross unterwegs zum nächsten Stopp: Ina Scharrenbach (CDU), NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, besuchte am Freitag (3.7.2020) das Wohnhaus an der Bochumer Straße 13. Mit ihm Gepäck hatte sie nicht nur eine große Gruppe an Begleitern, darunter den Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft für Rheinland und Westfalen (VdW), Alexander Rychter, sondern auch den Bewilligungsbescheid des Landes über Fördermittel in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Der Tilgungsnachlass liegt bei rund 2,8 Millionen Euro.

92 Wohnungen werden in dem Wohnblock unter dem Projektnamen „Wohnen am Europaplatz“ von der Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd eG (WHS) mit energetischen Maßnahmen modernisiert. Zwei Jahre sind dafür veranschlagt, um die Erneuerung von der Fassaden, sämtlichen Fenstern, Aufzugsanlagen und Treppenhäusern, Türen und Heizungsanlagen umzusetzen. Im Anschluss soll noch eine Tiefgarage entstehen, um den Mobilitätsgedanken in der Nähe der Innenstadt ebenfalls umzusetzen, erläuterte Architekt Herfried Langer vom Tor 5 Architekturbüro.

„Wir wollen keine Mieter herausmodernisieren“, kündigte WHS-Vorstand Klaus Karger an. Die Mietpreise pro Quadratmeter sollen von 4,33 Euro auf 6,13 Euro steigen und damit weiterhin bezahlbaren Wohnraum in dem Wohnblock, der 1975 und 1976 gebaut wurde, zu ermöglichen. „Früher haben die Menschen hier Schlange gestanden, um eine Wohnung in dieser guten Lage zu erhalten“, sagte Karger und Ina Scharrenbach ergänzte: „Das soll auch wieder so sein.“

Das Projekt
Das Projekt "Wohnen am Europaplatz" in einer Grafik. Foto: Marcel Gruteser

Ferner dankte der WHS-Chef der Ministerin für die Unterstützung des Landes, aber auch der Stadtverwaltung um den Baudezernenten Karlheinz Friedrichs, der in Abwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda vor Ort war. „Wir sind gespannt, wie es hier wird und freuen uns, wenn die Maßnahmen beginnen“, sagte Karger. Spätestens am 1. September 2020 soll es los gehen, ein kleiner Teil der Fassade im Hinterhof wurde bereits zu Anschauungszwecken umgestaltet. Vor ein paar Jahren seien bereits die Bäder in den Wohnungen saniert worden.

Für Alexander Rychter vom VdW ist die Sanierung an der Bochumer Straße ein wichtiges Projekt: „Energetische Modernisierungen müssen bezahlbar bleiben, daher freuen wir uns, dass die Förderung durch das Ministerium ermöglicht wurde.“

Ina Scharrenbach erklärte: „Das ist ein schöner Tag für Herne-Süd. Das Thema Energie ist ein großes, daher ist es umso besser, wenn nach den Sanierungen Energie und damit auch Kosten gespart werden können.“

Die Verantwortlichen für das Projekt
Die Verantwortlichen für das Projekt "Wohnen am Europaplatz": (v.li.) WHS-Vorstand Klaus Karger, Dietrich Suhlrie, Vorstand NRW-Bank, Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Bau, Kommunales und Gleichstellung, Alexander Rychter, Vorstand VdW, Architekt Herfried Langer (Tor 5) und Baudezernent Karlheinz Friedrichs. Foto: Marcel Gruteser

Baudezernent Karlheinz Friedrichs sah mit diesem wichtigen Projekt einen wesentlichen Baustein für eine „wunderbare Synthese zwischen Wohn- und Städtebauförderung, wenn man auf die andere Straßenseite Richtung Europaplatz schaut“, so Friedrichs. Ende 2017, Anfang 2018 habe es die ersten Gespräche und Überlegungen mit der WHS gegeben. „Seitdem haben sich aber auch die Rahmenbedingungen für Förderungen verbessert“, merkte er an. „Dieses Projekt macht mich sowohl als Baudezernent, aber auch als Herner glücklich.“

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