Entwicklung des FunkenbergQuartiers schreitet voran
Mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung
Die Entwicklung des FunkenbergQuartiers wird sich spürbar positiv auf den lokalen Arbeitsmarkt sowie Wirtschaftskraft und Steuerleistung auswirken. Das belegt eine Studie der „Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH“ – kurz: IW Consult. Demnach entstehen in Herne rd. 1.830 neue Arbeitsplätze und die Bruttowertschöpfung in der Stadt steigt um fast 200 Mio. Euro. Zudem erhöht sich auch das lokale Steueraufkommen deutlich.
Ansiedlung von Unternehmen, einer Hochschule und Wohnbebauung
„Das neue FunkenbergQuartier entfaltet durch die Ansiedlung von Unternehmen, einer Hochschule und durch die geplante Wohnbebauung umfassende wirtschaftliche und fiskalische Wirkungen. Die Analyse aller Effekte zeigt, dass viele neue Arbeitsplätze entstehen und Wertschöpfung generiert wird – in Herne und darüber hinaus“, fassen Hanno Kempermann und Dr. Marco Trenz von IW Consult die Ergebnisse ihrer Untersuchung zusammen.
Neben 1.461 Arbeitsplätzen, die bei einer Entwicklung des FunkenbergQuartiers gemäß aktuellem Planungsstand direkt entstehen werden, kommen weitere 370 Arbeitsplätze bei Dienstleistern oder Zulieferern in der Stadt hinzu.
Rund 2.750 neue Arbeitsplätze
„Nimmt man die für NRW errechneten 284 neuen Arbeitsplätze sowie weitere 633 im übrigen Bundesgebiet hinzu, so entstehen aus der Quartiersentwicklung in Herne insgesamt beinahe 2.750 neue Arbeitsplätze“, so Marco Trenz.
Ähnlich sieht es beim Thema Bruttowertschöpfung aus. Sie gibt den im Produktionsprozess von Gütern oder Dienstleistungen geschaffenen Mehrwert an, wobei dafür anfallende Steuern nicht eingerechnet sind. Dabei kommt Herne dank der Entwicklung des FunkenbergQuartiers auf ein Plus von 193 Millionen Euro. Für das restliche NRW liegt dieser Wert bei 23 Millionen, für die weitere Bundesrepublik bei 56 Millionen Euro.
In Sachen Steueraufkommen profitiert die Stadt spürbar
Auch in Sachen Steueraufkommen profitiert die Stadt spürbar: Von etwas mehr als 41 Millionen Euro an Steueraufkommen verbleiben 5,6 Millionen Euro direkt vor Ort in Herne und verbessern die Einkommenssituation der Stadt strukturell: „Dieser Zuwachs entspricht einem Anstieg der Steuerleistung in der Stadt Herne von 4,3 Prozent“, erläutert Hanno Kempermann.
Hinzu kommen weitere, langfristig positiv wirkende Effekte aufgrund der geplanten Wohnbebauung und des damit verbundenen Zuzugs neuer Einwohner. Hanno Kempmann und Marco Trenz fassen diesen Punkt in ihrer Studie wie folgt zusammen: „Die geplante Wohnbebauung verstärkt die positiven Effekte der Quartiersentwicklung langfristig, indem sie hochqualifizierte Arbeitskräfte an den Standort bindet und die durchschnittliche Produktivität der Stadt erhöht. Die daraus resultierenden zusätzlichen Einnahmen aus Lohnsteueranteilen und Schlüsselzuweisungen unterstreichen die Bedeutung integrierter Stadtentwicklungsansätze, die Arbeiten, Wohnen und Wissensinfrastruktur miteinander verknüpfen.“
Die Berechnung der Studienergebnisse erfolgte mittels eines Input- Output-Modells, einer standardisierten statistischen Methodik, wie sie in der Volkswirtschaftslehre aus Gründen der Vergleichbarkeit allgemein gebräuchlich ist. Dazu wurde auch auf offizielles Material etwa der Statistikbehörde der Europäischen Union, Eurostat, zurückgegriffen.
'Auf dem richtigen Weg'
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sieht sich und die Planungen der Stadt durch die Ergebnisse der Studie bestätigt: „Die von IW Consult ermittelten Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Wir sind mit der Entwicklung des FunkenbergQuartiers auf dem richtigen Weg. Unser Ziel ist und bleibt die langfristige und nachhaltige Stärkung des Standorts Herne. Nur wenn es gelingt, neue Wirtschaftskraft und zukunftsweisende Arbeitsplätze zu schaffen, werden wir die Herausforderungen des permanent anhaltenden Strukturwandels meistern können. Gerade inmitten der schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der Deutschland sich aktuell befindet, sind die nun vorgestellten Ergebnisse eine gute Nachricht, die Mut macht. Die Zukunft gehört dem, der sich heute darauf vorbereitet.“
Für Maurice Schirmer, Geschäftsführer der städtischen Funkenberg- Entwicklungsgesellschaft mbH (FEG), ergibt sich aus der Studie der klare Auftrag, die Projektentwicklung nun zügig weiterzutreiben, damit die Stadt Herne möglichst rasch in den Genuss der positiven Folgewirkungen kommt: „Insbesondere für die Entwicklung des östlichen Teils des FunkenbergQuartiers stehen wir bereits in guten Gesprächen mit einer Reihe investitionsinteressierter Unternehmen. Auch dafür geben die Ergebnisse der Studie zusätzlichen Rückenwind, weil wir mit ihr die offensichtlichen Vorteile und Entwicklungschancen des Areals noch einmal von unabhängiger, dritter Seite bestätigt bekommen haben.
Weitere Informationen zu den Verfassern der IW Consult-Studie
Hanno Kempermann, Diplom-Volkswirt, geboren 1980 in Köln; Studium der Volkswirtschaftslehre in Köln; 2006-2013 Research Analyst in der IW Consult GmbH in Köln, 2013 Auszeichnung mit dem IW- Wissenschaftspreis zum Thema „Wertschöpfungsketten und Netzwerkstrukturen in der deutschen Wirtschaft“, 2013-2015 Leiter des Münchner Büros und 2015-2021 Leiter des Bereichs Branchen und Regionen. 2017 Auszeichnung mit dem IW-Wissenschaftspreis zum Thema „Unternehmertum – Schlüssel zum Wohlstand von morgen“. Seit 01.01.2022 Geschäftsführer der IW Consult GmbH.
Marco Trenz, PhD, geboren 1991 in Lindlar. Bachelorstudium der Mathematik (2011-2014) und der Volkswirtschaftslehre (2014-2016) jeweils an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Masterstudium Economics (2016-2019) an der Rheinischen Friedrich- Wilhelms-Universität Bonn und der Louisiana State University (USA). Anschließend Promotion und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln im Bereich Finanzwissenschaft. Seit 2024 Consultant bei der IW Consult GmbH in Köln im Bereich Data. Insights. Future. mit Schwerpunkten im Bereich Datenanalyse und Untersuchung von Wertschöpfungsketten mittels Input-Output-Analysen.