MCG-Wetterrückblick Januar 2020

November-Blues im September 2017.
Wetter-Blues des cool cats. Foto: Jörg Lippmeyer

Der Januar 2020 setzt den Wettertrend der vergangenen zwei Jahre mit zu wenig Niederschlägen und zu warmen Temperaturverläufen nahtlos fort: So lag die monatliche Durchschnittstemperatur mit 5,2°C mehr als zwei Grad über den Vergleichswerten der vergangenen dreißig Jahre. Dieser Monat war dementsprechend der zweit-wärmste Januar in diesem Beobachtungszeitraum – lediglich 2014 registrierte die Wetterstation der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne-Sodingen im Januar noch ein halbes Grad mehr. Sowohl tagsüber als auch nachts war es deutlich wärmer. Dementsprechend gab es auch mit nur acht Frost-(Nächten) , tagsüber lagen die Temperaturen durchweg über null Grad, drei weniger als sonst im Januar.

Eistage, an denen die Temperaturen beständig unter der Frostgrenze liegen, gab es gar nicht. So richtig kalt wurde es nur Neujahr morgens mit -4,8 °C, da zu diesem Zeitpunkt sich die Sonne noch nicht gegenüber dem Feuerwerks-Feinstaubdunst der vergangenen Nacht durchsetzen konnte. Zum Vergleich: 1997 und 2010 war es im Januar nachts durchschnittlich -3 Grad kalt, dieses Jahr liegt der Wert mit 2,7 °C deutlich darüber. Da in den acht Frostnächten lediglich Nebel aufstieg und somit keine Niederschläge fielen, schneite es auch in diesem Hochwintermonat nicht, zumal ja auch der Dauerfrost ausblieb.

Der fehlende Schnee trübt auch die gesamte Niederschlagsbilanz: Trotz der 24 Regentage – normal wären lediglich dreizehn oder vierzehn zu erwarten gewesen – fielen nur 44,6 Liter Regen je Quadratmeter. Dies entspricht etwas mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge und bedeutet Platz vier der trockensten Januarmonate der vergangenen dreißig Jahre. Auch hier lässt sich ein Trend beobachten: Es regnet in den vergangen Jahren häufiger, die jeweiligen Niederschlagsmengen fallen aber deutlich geringer aus als früher. Auch die Sonne schien nur 45 Stunden lang und somit fast ein fünftel weniger als sonst im Januar. Ansonsten war es eher nebelig-trüb und trist. Lediglich auffrischender Wind sorgte für ein wenig Abwechslung: So lag die Anzahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 45 km/h lag mit drei im Soll und an zwei Tagen wurde dieser Wert fast erreicht. Am Dienstag (28. Januar 2020) lag die Windgeschwindigkeit bei 51,5 km/h. Dies entspricht immerhin der Windstärke 7. Verantwortlich für diese steifen Brisen waren Tiefausläufer aus vorwiegend westlicher bis nord-westlicher Richtung.

Die wesentlichen Januar - Wetterdaten im Überblick, in Klammern stehen die Vergleichswerte der vergangenen 30 Jahre:

  • Durchschnittliche Monatstemperatur: 5,2 °C (2,9 °C)
  • Durchschnittliche Tageshöchsttemperatur: 7,3 °C (4,8 °C)
  • Durchschnittliche nächtliche Tiefsttemperatur: 2,7 °C (1,1 °C)
  • Anzahl der Frosttage: 8Tage (11 Tage)
  • Maximale Tageshöchsttemperatur: 12,2 °C, gemessen am 9. und 15. Januar.
  • Maximale nächtliche Tiefsttemperatur: -4,8 °C, gemessen am 1. Januar um 9.30 Uhr.
  • Monatliche Niederschlagsmenge: 44,6 mm (83,2 mm)
  • Summe der Niederschlagstage: 24 Tage (13,5 Tage)
  • Monatliche Sonnenscheindauer: 45 Stunden (55,8 Stunden)
  • Tage mit Windstärken > 45km/h: 3 Tage (3,7 Tage)

Die Wetterstation wurde Mitte Februar 2011 auf dem Dach der Mont-Cenis- Gesamtschule installiert. Die von ihr ermittelten Daten werden zunächst von Schülern der Mont-Cenis-Gesamtschule durch einen Vergleich mit den Durchschnittswerten der Jahre 1990-2019, ermittelt vom Wetteramt in Essen, veröffentlicht auf www.wetteronline.de, ausgewertet. Den endgültigen Bericht schreibt ihr Lehrer Joachim Lilei. Tagesaktuelle Werte, welche die Wetterstation alle 30 Minuten erfasst, sind einsehbar auf der Homepage der Mont-Cenis-Gesamtschule Herne unter: https://mcg-lerncampus.de/wetter/mcgwetter.htm.

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