Manifesta 16 Ruhr präsentiert teilnehmende Künstler
Herne ist ebenfalls Teil der Kulturbiennale
In der St. Josef Kirche in Gelsenkirchen stellte das Team der Manifesta 16 Ruhr am Mittwoch (25.3.2026) in einer Pressekonferenz die teilnehmenden Künstlern der diesjährigen Kulturbiennale vor. Zudem wurden Teile des Konzepts präsentiert, wie die Transformation von zwölf ehemaligen Kirchengebäuden im Ruhrgebiet in Räume der Gemeinschaft gelingen kann.
Die Manifesta findet vom 21. Juni bis zum 4. Oktober 2026 in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg statt und entfaltet sich in zwölf ehemaligen oder leerstehenden Kirchengebäuden. Sie bringt mehr als 100 Teilnehmende, Kreative, Kollektive sowie vielfältige Vermittlungsprojekte zusammen, die tief in den lokalen Gemeinschaften des Ruhrgebiets verwurzelt sind. Im Rahmen des Open Calls „This is not a church“ wurden zudem 16 Projekte ausgewählt, die in den Städten Dortmund, Herne, Mülheim an der Ruhr, Marl, Bottrop, Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen im Rahmen des Manifesta16 Ruhr+ Programmes realisiert werden.
'Kultur kann Kraft geben'
Auf der Pressekonferenz betonte Dr. Frank Dudda, Aufsichtsratsvorsitzender der Manifesta 16 Ruhr, Vorsitzender des Ruhrparlaments und Oberbürgermeister der Stadt Herne, dass „es wichtig sei zu sehen, dass die Kultur Kraft geben kann.“ Die Voraussetzungen jedenfalls seien geschaffen, so Dr. Frank Dudda weiter: „Es ist ein kostenloses Kulturevent von mindestens europäischem Rang und es liegt an uns, deutlich zu machen, dass unsere Städte Metropolen sind, die ausstrahlen können.“
Die Manifesta 16 Ruhr wird vollständig kostenfrei und ohne Ticketgebühren stattfinden, um sicherzustellen, dass die neu geschaffenen Orte der Kultur und Begegnung wirklich offen und für alle zugänglich sind.
Herne mit Projekt Teil des Manifesta+-Programms
Für Herne bringen die Pottporus gGmbH mit der Jugendkunstschule und dem Herner Künstlerbund ein Projekt ein, das künstlerische Praxis, soziale Teilhabe und urbane Transformation zusammenführt. Im Zentrum von „Catch the Light – build bridges“ (auf Deutsch: „Fang das Licht – bau Brücken“) steht die Christuskirche in der Wanner Innenstadt mit ihrem Umfeld. Sie wird am 18. und 19. September 2026 zu einem offenen Labor für Kunstformen wie Tanz, Literatur und Lichtkunst. Gleichzeitig entsteht ein Begegnungsraum für Nachbarschaft, Jugend und internationale Stadtgesellschaft. Zudem wird es ein kostenfreies Picknick mit zahlreichen künstlerischen Programmpunkten und Mitmachangeboten geben.
Das Herner Projekt wurde von der Pottporus gGmbH gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partner*innen entwickelt. Es zeigt, wie offen gestaltete kulturelle Räume neue Allianzen im Stadtteil schaffen können. Die Christuskirche Wanne wird von einem traditionell religiösen Ort zu einem interkulturellen Treffpunkt und zu einem sichtbaren Symbol für demokratische Teilhabe.