LWL-Museen und Besucherzentren

Trotz Corona gut besucht

Das Westffälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Europaplatz in Herne (NW), am Dienstag (22.09.2020). An diesem Tag wurde an der Fassade ein Transparent mit der neuen Werbung für das Museum angebracht.
Das Westffälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Europaplatz in Herne. Foto: Stefan Kuhn

Westfalen (lwl). Trotz Corona haben die Museen und Besucherzentren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Millionen-Marke übertroffen: Rund 1,02 Millionen Besucher kamen trotz zweier längerer coronabedingter Schließungsphasen in die LWL-Museen (2019: 1,94 Mio.). „Das ist ein tolles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Museen fast vier Monate geschlossen waren“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Das Jahr 2020 startete für die LWL-Museen mit einem Besucherrekord. So besuchten von Januar bis zum ersten Corona-Lockdown Mitte März fast 300.000 Menschen die LWL-Einrichtungen. Insbesondere die Sonderausstellung „Turner. Horror and Delight“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster lockte Tausende Besucher an.

Die dunkle Seite der Macht kommt ins RömerMuseum nach Haltern.
Über 23.000 Besuchern kamen in das LWL-Römermuseum in Haltern am See. Foto: LWL/J. Mühlenbrock

Auch die Sonderausstellung „Pest!“ sorgte Anfang 2020 für einen hohen Zuwachs an Besuchern im LWL-Museum für Archäologie. Zu dieser Zeit wusste niemand, wie hochaktuell das Thema dieser Ausstellung bald werden würde. Auch während die Museen geschlossen waren, haben die Mitarbeiterinnen - unter Corona-Bedingungen - weiter gearbeitet: Sie haben ein digitales Angebot aus Online-Führungen und Online-Rundgängen entwickelt und die verschiedenen Social-Media-Kanäle bespielt.

Als im Mai die Museen und Besucherzentren wieder öffnen durften, war der Museumsbetrieb immer noch durch die Pandemie stark beeinflusst. „Corona hat unsere Museen und Einrichtungen vor eine große Herausforderung gestellt, die sie gemeistert haben“, so Rüschoff-Parzinger. „Die Museen haben die sich ständig verändernden Corona-Schutzverordnungen kreativ umgesetzt, so dass die Besucher mit einem sicheren Gefühl die LWL-Einrichtungen entdecken konnten. Obwohl einige Veranstaltungen nicht wie geplant stattfanden, boten die Einrichtungen bis zum zweiten Lockdown ab November ein Programm an, das über eine Millionen Besucherinnen anzog.“

Zur kommenden Sonderausstellung
Sonderausstellung "Pest!" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Foto: Stefan Kuhn

Dass sie so genau den Puls der Zeit treffen würden, konnten die Macher der Sonderausstellung „Pest!“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne im Vorfeld nicht ahnen. Die Ausstellung wurde bis November 2020 verlängert, aufgrund der Einschränkungen durch Corona, aber auch weil die Berührungspunkte mit dem derzeitigen Alltag nicht zu übersehen sind. Trotz der verordneten Schließzeiten des Museums im Frühjahr und seit November haben sich über circa 35.000 Besucher auf den Weg ins LWL-Museum für Archäologie gemacht. Das sind deutlich weniger als im vergangenen Jahr (2019: 60.000). Ausschlaggebend für die gesunkene Besucherzahl war vor allem auch die Absage der sonst gut besuchten Großveranstaltungen „Museumsnacht“ und „Extraschicht".

Die Schließzeit hat das Museum intern genutzt, um dem Haus einen neuen Look samt Slogan zu geben. Außerdem hat das Museum die Bedürfnisse der "digitalen“ Besucherinnen vermehrt in den Fokus genommen. Besondere Angebote im Netz und auf der neuen Homepage, vor allem zur „Pest!“ sind beliebt. Das neue Format der buchbaren Online-Führungen durch die Dauerausstellung wird zum Beispiel sehr gut angenommen. Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, Twitter und YouTube sind besonders in Zeiten des Lockdowns wichtige Schnittstellen zwischen dem LWL-Museum und seinen Besuchern.

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