Leitsätze für die Palliativ-Versorgung

v.l.Brunhilde Schlachter (AWO), Karin Leutbecher (Palliativ-Netz), Eun-Kyong Schippmann, Anja Walorczyk (DRK).
v.l. Brunhilde Schlachter (AWO), Karin Leutbecher, Eun-Kyong Schippmann, Anja Walorczyk (DRK). Foto: Stefan Kuhn

Pflegeheime werden immer häufiger zu Sterbeorten. Nach einer Statistik des NRW-Gesundheitsministeriums versterben 30 Prozent der Bewohner innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme, 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres. „Die Palliativ-Versorgung wird damit zu einer Kernaufgabe von Pflegeheimen“, sagt Karin Leutbecher, Vorstand des Palliativ-Netzwerkes Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel. Um stationären Einrichtungen in der Region die Aufgabe zu erleichtern, Palliativ-Versorgung und Hospiz-Kultur in ihrer Versorgung zu verankern, hat die Arbeitsgruppe Heime des Netzwerkes einen Leitfaden für alle Mitarbeitenden entwickelt. Alle Einrichtungen müssten sich den Aufgaben stellen, die Bedürfnisse schwerkranker und sterbender Menschen in den Blick zu nehmen und ein umfassendes Begleitkonzept entwickeln.

Die Broschüre bietet berufsbezogene Grundlagen und Empfehlungen für eine Umsetzung von Palliativ-Versorgung und Hospiz-Kultur in stationären Einrichtungen. Erfasst werden nicht nur medizinische und pflegerische Aspekte, sondern auch psycho-soziale und spirituelle Erfordernisse an eine Begleitung am Ende des Lebens. „Der Arbeitskreis wird auch nach Veröffentlichung der Broschüre bestehen bleiben“, sagt Netzwerk-Vorstand Eun-Kyong Schippmann. Die Träger-übergreifende Zusammenarbeit habe zu großer Offenheit der Teilnehmer untereinander geführt. Immer häufiger sei das Treffen zur Fallbesprechung genutzt worden. Einige Träger hätten auf diese Weise das Palliativ-Netzwerk intensiv kennengelernt und sich daraufhin entschlossen, ebenfalls Mitglied zu werden. - zur Broschüre