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Die Impfstelle der KoCi im City-Center auf der Bahnhofstraße bleibt noch bis Jahresende 2022 offen - in Wanne schließen sich die Türen früher.

Kein Geld vom Land mehr, OB Dudda bedauert die Entscheidung

Landerlass beendet Impfarbeit der KoCI

Das Land NRW hat den kreisfreien Städten und Landkreisen mitgeteilt, dass die Impfangebote der Koordinierenden COVID- Impfeinheiten (KoCI) zur Impfung gegen das Corona-Virus nur noch bis zum 31. Dezember 2022 aufrechterhalten werden sollen, teilte die Stadt am Montag (14.11.2022) mit. Nur bis zu diesem Zeitpunkt erstattet das Land den Städten und Kreisen die entstehenden Kosten.

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Für den Zeitraum bis Ende März 2023 sollen die KoCI dann noch Strukturen vorhalten, die im Bedarfsfall und beispielsweise für mobile Impfangebote genutzt werden können.

Impfstelle in Wanne schließt früher

Für Herne bedeutet das konkret, dass zunächst die Impfstelle der KoCI in Wanne-Mitte, Hauptstraße 221, geschlossen wird. Hier findet am Mittwoch, 16. November 2022, letztmals ein offenes Impfangebot statt. Bis zum Jahresende erhalten bleibt die städtische Impfstelle im City-Center an der Bahnhofstraße in Herne-Mitte, ehe auch sie nach dem Willen des Landes zum Jahresende 2022 die Türen schließen muss.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bedauert die Entscheidung, dass die finanzielle Unterstützung entfällt.

„Für das Jahr 2023 wird davon ausgegangen, dass die Impfungen durch die Ärzte- und Apothekerschaft abgedeckt werden können. Von einem Bedarf für regelmäßige staatliche Impfangebote wird nicht ausgegangen“, heißt es in dem Schreiben aus dem NRW- Gesundheitsministerium, das das Land zur Erläuterung des „30. Erlasses zur Organisation des Impfgeschehens gegen COVID-19“ verschickt hat.

Mobile und offene Angebote wurden geschaffen

„Bedauerlich. Der Erfolg der Impfkampagne in Herne hängt wesentlich damit zusammen, dass wir nach dem Auslaufen des Impfzentrums am Gysenberg neben den Impfangeboten in den Arztpraxen niederschwellige, mobile und offene Angebote durch die KoCI in Wanne-Mitte und Herne-Mitte geschaffen haben. Insbesondere für Menschen, die nicht regelmäßig zu einem Arzt gehen oder keinen festen Hausarzt haben, setzt man die Hürde für eine Impfung damit hoch. Und in den Städten des Ruhrgebiets gibt es viele solcher Menschen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zu der Entscheidung.

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In Herne betreibt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Auftrag der Stadt die KoCI-Impfstellen. Stadtverwaltung, DRK und KVWL haben in Herne mit Beginn der Corona-Impfungen zunächst mit Erfolg im Impfzentrum in der Sporthalle im Revierpark Gysenberg - vom dem 8. Februar 2021 bis Ende September 2021 - geimpft. Im November 2021 haben dann die KoCI-Impfstellen an der Hauptstraße und im City Center ihren Betrieb aufgenommen. Hinzu kamen zahlreiche mobile Impfangebote durch Impfbusse im gesamten Stadtgebiet und gezielte Sonderimpfaktionen, beispielsweise an Schulen und auf Sportplätzen.

| Quelle: Christoph Hüsken / Pressebüro der Stadt Herne