KoNAP - bei Fragen zum Thema Pflege

v.l. Friederike Paetzel, Barbara Schumacher, Ilka Genser und Dominik Raasch.Foto: Felix Ehlertv.l. Friederike Paetzel, Barbara Schumacher, Ilka Genser und Dominik Raasch.

Nachlassende Kräfte, Unfall, Krankheit – wenn Pflegebedürftige plötzlich auf dauerhafte Hilfe angewiesen sind, muss ihre Versorgung sichergestellt und ihr Alltagsleben neu organisiert werden. Betroffene und ihre Angehörige wissen oft nicht, an wen sie sich in einem solchen Ernstfall wenden sollen. Dafür gibt es jetzt eine zentrale Stelle für alle Bürger des Regierungsbezirks Arnsberg - KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW: kurz KoNAP.

Der Pflegewegweiser NRW ist das Ergebnis monatelanger Recherchen des Projekts KoNAP. Die Mitarbeitenden haben Informationen über die Beratungs- und Hilfsangebote der ganzen Region gesammelt – und stellen sie jetzt zur Verfügung - aufgesplittet in die Regierungsbezirke. Für alle Menschen in den Kommunen und Kreisen des Regierungsbezirks Arnsberg sitzen die Ansprechpersonen in Bochum - angedockt an das dortige Seniorenbüro Mitte und die Alzheimergesellschaft. Die gebührenfreie Rufnummer 0800 4040044 ist montags bis freitags von 9-19 Uhr und samstags von 9-14 Uhr erreichbar.

„KoNAP liefert einen dringend benötigten und unabhängigen Service“, sagt Ilka Genser vom Projektteam. „Das Kompetenznetz verschafft Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen schnell und kostenlos einen Gesamtüberblick über dringend benötigte Versorgungs- und Betreuungsangebote.“

Gemeinsam mit den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Verband der privaten Krankenversicherung hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen das Projekt KoNAP – KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW – ins Leben gerufen. Träger der Landeskoordinierungsstelle NRW ist die Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit der Paritätischen – Gesellschaft für Soziale Projekte (GSP) und der LAG Selbsthilfe NRW.

Ilka Genser: „Alle Mitarbeiter des Kompetenznetzes agieren unabhängig und sind hervorragend regional vernetzt. Durch regen Austausch und der Erstellung einer Datenbank sind wir in der Lage, für alle Betroffenen passende Hilfsangebote und Ansprechpartner in der Nähe aufzuspüren und zusammenzustellen. Damit ist für Betroffene die erste Hürde zum richtigen Pflegeberatungsangebot überwunden.“

Ergänzt werden soll die Hotline (ab Frühjahr 2018) durch eine Internetseite, auf der Pflegebedürftige und ihre Angehörigen neben wichtigen Adressen auch weiterführende Informationen rund um das Thema „Pflege in NRW“ erhalten.

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Quelle: Diakonie Ruhr 06. Februar 2018, 08:14 Uhr