Kleine Gase - große Wirkung

Freiluft-Ausstellung über den Klimawandel in Witten

Auf Paletten sind die Ausstellungstafeln auf dem Gelände der Zeche Nachtigall montiert.
Auf Paletten sind die Ausstellungstafeln auf dem Gelände der Zeche Nachtigall montiert. Foto: LWL

Steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher, zunehmende Trockenheit - die Auswirkungen des Klimawandels sind unübersehbar. Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Kleine Gase - große Wirkung“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Zeit in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten zeigt. Dabei geht es um Fragen wie: Welchen Anteil hat der Mensch an der Erderwärmung? Treten Stürme und Überschwemmungen bereits häufiger auf? Müssen wir jedes Jahr Ernteausfälle befürchten? Was kostet eigentlich der Klimawandel?

Die Freiluft-Schau im Bereich des ehemaligen Steinbruchs basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der Autoren David Nelles und Christian Serrer aus dem Jahr 2018. „Da wir kein Buch finden konnten, das den Klimawandel verständlich auf den Punkt bringt, haben wir kurzerhand beschlossen, es selbst zu schreiben“, so die beiden Studenten auf ihrer Homepage https://www.klimawandel-buch.de. Über 100 Wissenschaftler haben sie dabei unterstützt. Das kleine Buch kommt jetzt in Witten groß heraus: 16 Tafeln mit Erklärungen und Illustrationen geben Aufschluss über Ursachen und Folgen der Erderwärmung. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden sie auf gebrauchte Paletten montiert.

Besucher können sich beim Rundgang informieren und anschließend eigene Gedanken zum Thema kundtun. Dafür stehen dicke Filzstifte und eingefärbte Stoffstücke zur Verfügung, die das Textilwerk Bocholt, ein weiterer Standort des LWL-Industriemuseums, bereitgestellt hat. Die textilen Botschaften erinnern an tibetanische Gebetsfahnen. Sie werden an einem Bauzaun aufgehängt. „So entsteht nach und nach eine farbenfrohe Wand mit persönlichen Meinungen zum Klimawandel. Die Sammlung soll zum Nachdenken anregen und die aktuelle Diskussion noch einmal in besonderer Form vor Augen führen“, erklärt Dustin Siebert vom LWL-Industriemuseum, der die Ausstellung gemeinsam mit Freiwilligen aus dem Sozialen Jahr umgesetzt hat.

Die Ausstellung läuft seit dem 17. Juli 2020 bis einschließlich 25. Oktober 2020 im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Infos: http://www.lwl-industriemuseum.de.

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