„Noch nicht tot, aber schon im Museum“
Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus
Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff.
Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren.
Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen.
Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin.
Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen.
Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.