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Dennis Palka (re.) und Nicklas Müller im Spiel gegen die Hammer Eisbären.

Aufopferungsvoller Kampf gegen Hamm und Hannover

HEV: Derbyniederlage und zwei Siege

Der HEV konnte nach der Heimniederlage gegen Duisburg mit konzentrierten Abwehrleistungen Siege gegen die Hammer Eisbären sowie die Hannover Indians einfahren und somit den Abstand auf Platz 8 auf drei Zähler verkürzen. Dabei standen dem Trainerteam um Dirk Schmitz und Lars Gerike mithilfe von Förderlizenzspielern aus Düsseldorf und Bad Nauheim zwei Mal 18 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung – gegen Hamm hatten die Miners nur 12 Feldspieler im Aufgebot. In den drei Partien stellten sich auch einige Akteure gesundheitlich angeschlagen in den Dienst der Mannschaft und trugen somit zu zwei Siegen bei.

Herner EV – Füchse Duisburg, Freitag (2.1.2026):

Vor einer gut besuchten Kulisse in der Hannibal-Arena sah das Publikum zunächst ein dominantes erstes Drittel der Miners. Im zweiten und dritten Spielabschnitt zeigten sich die Füchse jedoch effektiv, drehten das Spiel und machten es am Ende deutlich.

Hofmann eröffnete nach knapp zehn Minuten den Torreigen und brachte die 2.116 Zuschauer erstmals zum Beben: Der junge Förderlizenzspieler David Galfinger setzte sich über die Außenbahn gut gegen die Duisburger Defensive durch und legte den Puck rüber auf Marc Hofmann, der unhaltbar für Willerscheid rechts in den Winkel zum 1:0 abzog. In der 13. Spielminute legten die Miners sogar noch nach, als Nick Ford sich gegen Grosse mit einer guten Bewegung durchsetzte und durch die Beine von Willerscheid das 2:0 erzielte. Defensiv hatte der HEV im ersten Drittel eigentlich alles unter Kontrolle, einzig ein Schuss des Duisburger Verteidigers Kuschel wurde vor Lukas Schulte unhaltbar abgefälscht und landete im Herner Gehäuse. 36 Sekunden nach dem Anschlusstreffer hatte Nick Ford jedoch direkt die Antwort parat, indem er seinen eigenen Rebound nutzte und über die Schulter von Willerscheid das 3:1-Drittelergebnis erzielte.

Im zweiten Drittel agierten die Füchse dann defensiv konzentrierter und nutzten fortan auch offensiv ihre Chancen konsequent. Den Start machte Pascal Grosse, der in der 25. Spielminute im Powerplay einen Schuss von der blauen Linie nahm. Lukas Schulte war dabei die Sicht komplett verdeckt, sodass die Scheibe vorbei am Herner Goalie zum 3:2-Anschlusstreffer im Netz landete. In der 28. Minute legte Bence Farkas, Förderlizenzspieler der Füchse, mit einem gezielten Handgelenkschuss den 3:3-Ausgleich nach. Es entwickelte sich ein offenes Spiel und Herne schien nervöser zu werden. Das nutzte Michael Fomin mit einem Doppelschlag aus: Erst erzielte er nach einem Konter in der 32. Spielminute den 4:3-Führungstreffer für die Füchse, knapp eine Minute später lief er in eigener Unterzahl erneut frei auf Lukas Schulte zu und traf mit der Rückhand zum 5:3. Martin Schymainski legte in der 38. Minute noch das 6:3 für Duisburg nach.

Im letzten Drittel schafften es die Herner nicht mehr, sich zurückzukämpfen, und die schweren Beine waren ihnen anzusehen. Luis Üffing erzielte in der 48. Spielminute noch das 7:3 und hämmerte dann in der 54. Minute den Puck zum 8:3-Endstand in den Winkel.

Hammer Eisbären – Herner EV, Sonntag (4.1.2026):

Im Spiel gegen die Hammer Eisbären traten die Miners mit einem stark dezimierten Kader an. Beiden Mannschaften standen aufgrund von Krankheit und Verletzungen nur 12 Feldspieler zur Verfügung. Wer an diesem Abend weniger Fehler machte, gewann das Spiel – und das waren die Miners.

Hamm eröffnete die Partie in der 9. Spielminute, als Schiling den Pass auf Lascheit suchte. Julian Herbold wollte diesen Pass unterbinden, fälschte den Puck dabei jedoch unglücklich ins eigene Tor ab, wodurch Hamm in Führung ging. Doch die 12 Herner Feldspieler schüttelten sich kurz, verteidigten weiter konsequent und lauerten auf ihre Kontermöglichkeiten. In der 11. Minute war es dann so weit, als Valentin Pfeifer den Puck in einer Zwei-auf-eins-Situation gut zu Dennis Palka rüberspielte, der unhaltbar für Julius Schulte einschob und das 1:1 erzielte.

Früh im zweiten Drittel waren es dann aber die Eisbären, die einen Konter mustergültig ausspielten: Auf Vorlage von Zuravlev und Pontus Wernerson-Libäck musste Topscorer Dominik Lascheit nur noch zum 2:1 einschieben. Noch kurz vor der Drittelpause konnte Herne in Überzahl aber ausgleichen. Nick Ford zog nach Vorarbeit von Enock und Snetsinger ab. Der Schuss wurde vom Eisbären-Verteidiger Samuel Dotter abgefälscht und landete hinter Julius Schulte im Tor.

Das Spiel wurde immer körperbetonter, doch Herne blieb defensiv konzentriert. In der 57. Spielminute spielte Nick Ford einen Pass auf Valentin Pfeifer, der frei im Slot zum 3:2 für die Miners einnetzen konnte. Kurz vor Schluss zog Hamm zugunsten eines weiteren Feldspielers den Torwart. Nick Ford fing sieben Sekunden vor der Schlusssirene noch einen Pass der Eisbären ab und erzielte ohne Probleme den 4:2-Empty-Net-Treffer zum Endstand.

Herner EV – Hannover Indians, Dienstag (6.1.2026):

Gegen die Hannover Indians konnten die Miners erneut auf die Dienste der Förderlizenzspieler Laurens van Leyen, Luca Müller, Erik Wischnenko und David Galfinger zurückgreifen. Während sich die Verteidigung bereits in Hamm stabilisierte, ließen die Miners im Spiel gegen den Tabellendritten fast gar nichts zu. Und wenn doch etwas auf das Herner Gehäuse kam, war der wieder genesene Rodion Schumacher zur Stelle, der am Dienstagabend seinen ersten Shutout feiern konnte.

Im ersten Drittel erspielten sich die Miners einige Chancen, konnten ihre Möglichkeiten jedoch noch nicht verwerten. Nicklas Müller kam unter anderem in der 6. Spielminute frei zum Abschluss, verzog jedoch leicht neben das Tor. Auf der anderen Seite tauchte Billy Jerry in der 9. Minute frei vor Schumacher auf, doch der Herner Schlussmann verhinderte einen Treffer des Kontingentspielers. Im Gegenzug schnappte sich Topscorer Ford den Puck und setzte sich gegen die Indians-Defensive durch, doch auch Timo Herden hielt die Gäste im Spiel. In der 19. Spielminute fing Tommy Munichiello die Scheibe an der eigenen blauen Linie ab und zog den Sprint an. Ryker Killins arbeitete gut zurück und machte den Winkel enger, weshalb sich der US-Amerikaner entschied, auf den freistehenden Brad Snetsinger abzulegen, der Herden überwand und zum 1:0 einschob.

Besonders das Herner Unter- und Überzahlspiel brachte den Miners am Dienstag den Sieg. Zunächst überstand man im zweiten Drittel eine Unterzahlsituation, indem man Schüsse blockte und die Hannoveraner gut außen hielt. Den Einsatz der Herner sah man besonders in einer Szene in der 17. Spielminute, als Raik Rennert sich dreimal in Schüsse warf. In der 30. Spielminute war Herne dann drauf und dran, den zweiten Treffer zu erzielen, als Hofmann nach Vorarbeit von Nick Ford versuchte, Timo Herden auszuspielen. Herden hielt seine Mannschaft aber noch mit einer Parade im Spiel.

Dirk Schmitz rotierte im Powerplay Valentin Pfeifer für den ausgefallenen Dennis Palka in die erste Überzahlformation – eine Entscheidung, die sich direkt auszahlte: In der 42. Spielminute erzielte Snetsinger in Überzahl mit einem platzierten Handgelenkschuss in den Winkel seinen zweiten Treffer des Abends, ehe Nick Ford einen Schuss von Nifosi in der 48. Spielminute ebenfalls in Überzahl unhaltbar für Herden abfälschte und somit das 3:0-Endergebnis erzielte.

Mittwoch, 7. Januar 2026 | Quelle: Joel Böhm/ HEV