halloherne.de lokal, aktuell, online.
Tommy Munichiello, Brad Snetsinger und Dennis Palka im Spiel gegen die Herforder Ice Dragons.

Herne sammelt drei Punkte im Kampf um die Playoffs

Heimniederlage am Freitag, Auswärtssieg am Sonntag

Während Herne am Freitagabend (6.2.2026) nach dem ersten Drittel führte und das Spiel am Ende noch mit 4:6 verlor, lagen die Miners am Sonntagabend (8.2.2026) nach dem ersten Drittel noch zurück und gewannen am Ende mit 4:1. Drei Powerplaytreffer und ein Empty-Net-Treffer besiegelten den verdienten Sieg der Miners.

Anzeige: Sparkasse - ubiMaster

4:6 – Herner EV – Herforder Ice Dragons

Herne startete am Freitag (6.2.2026) gegen die Ice Dragons gut in die Partie und verwertetet auch früh seine erste Chance. Nick Ford trug den Puck in das gegnerische Drittel, spielte einen Pass auf Enock, der über außen zu schnell für die Herforder Verteidiger war, zog vor das Tor von Herford-Goalie Urbisch und erzielte in der 4. Spielminute mit der Rückhand das 1:0. In der 15. Spielminute legten die Miners noch einen nach: Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Herforder in Überzahl konnte Palka einen Nachschuss verwerten und erzielte damit das 2:0. An diesem Tor war ebenfalls Brad Snetsinger beteiligt, der mit der Vorlage seinen 800. Punkt in der Oberliga erzielte. Eine Minute später brachte sich dann aber auch Herford das erste Mal auf die Anzeigetafel. Ryley Lindgren setzte sich gegen die gesamte Herner Defensive durch und schob die Scheibe links an Schulte vorbei. Drittelergebnis: 2:1.

Im zweiten Drittel waren die Ice Dragons dann bemüht, das Spiel zu drehen – und das schafften sie auch. In der 30. Spielminute war es nämlich ein Doppelschlag der Herforder, der die Hannibal-Arena zunächst verstummen ließ. Erst erzielte Nils Wegner den 2:2-Ausgleichstreffer, 50 Sekunden später erhöhte Leon Köhler auf 2:3 und brachte Herford damit in Front. Mit diesem Drittelstand wollten die Miners und besonders Brad Snetsinger aber nicht in die Pause gehen. Der Routinier bekam im Slot kurz zu viel Zeit und zog direkt ab. Einen eigentlich ungefährlichen Schuss blockte Jakub Urbisch unglücklich ins eigene Tor ab, wodurch der HEV noch einmal ausgleichen konnte.

Im letzten Spielabschnitt legte erst Nils Wegner in der 48. Spielminute seinen zweiten Treffer des Abends nach und brachte Herford erneut in Führung. Die Antwort der Miners ließ aber nicht lange auf sich warten. In der 49. Spielminute spielten Hofmann und Pfeifer Lenny Schmitz frei, der kurz zu viel Zeit hatte und unhaltbar für Urbisch über die Schulter in den Winkel abzog. Knapp fünf Minuten vor Schluss brach dann kurzzeitig Euphorie am Gysenberg aus, als Kapitän Justus Meyl sogar das 5:4 nachlegte. Nach Videobeweis wurde dieser Treffer aber aufgrund von Torhüterbehinderung zurückgenommen. In der 57. Minute waren es dann die Herforder, die das Spiel entscheiden sollten. Nach einem Schuss rutschte Lukas Schulte die Scheibe unglücklich durch, und Philip Woltmann musste nur noch einschieben. Drei Minuten vor Schluss führten die Ice Dragons mit 5:4. Am Ende belohnte sich auch Ryley Lindgren noch mit einem Doppelpack und schob zum 6:4-Empty-Net-Treffer für Herford ein. Das war dann auch gleichzeitig das Endergebnis.

Tore

  • 1:0 [03:26] Enock (Ford/Bräuner)
  • 2:0 [14:52] Palka (Snetsinger/Nifosi) PP1
  • 2:1 [16:02] Lindgren (Moberg/Walters)
  • 2:2 [29:24] Wegner (König/Sticha)
  • 2:3 [30:14] Köhler (Kalnins/Avdeev)
  • 3:3 [35:39] Snetsinger (Demmler)
  • 3:4 [47:05] Wegner (Kovács/Pierson)
  • 4:4 [48:44] Schmitz (Hofmann/Pfeifer)
  • 4:5 [56:52] Woltmann (Lindgren/Pierson)
  • 4:6 [59:47] Lindgren (Makuzki/Moberg) EN

Strafen: 2 – 6 Zuschauer: 844

4:1 – Hammer Eisbären – Herner EV

Am Sonntagabend (8.2.2026) starteten die Eisbären besser in die Partie und konnten die Miners häufig in der eigenen Zone einschnüren. Unter anderem in der vierten Spielminute hielt HEV-Goalie Rodion Schumacher die Miners aber mit einer guten Parade noch im Spiel. In der 6. Minute kam Sofiene Bräuner dann zu einer großen Möglichkeit, der Stürmer konnte den Pass jedoch nicht richtig verwerten. Auf der anderen Seite trafen dann die Eisbären das erste und einzige Mal an diesem Abend. Schumacher war die Sicht komplett verdeckt, Fabio Frick nahm einen Schuss von der blauen Linie, der durch alle Spieler hindurch hinter Schumacher im Netz einschlug. Mit 1:0 ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Spielabschnitt starteten die Miners besser. Direkt in der 21. Spielminute kam wieder Bräuner frei vor Kyle Hagen zum Abschluss, der Eisbären-Schlussmann parierte jedoch. Danach konnten die knapp 150 mitgereisten Herner gleich drei Überzahltreffer ihrer Mannschaft bejubeln. Nach einem Bandencheck von Pontus Wernerson-Libäck agierten die Miners fünf Minuten lang in Überzahl. Dieses Powerplay nutzten sie gleich zweimal aus: Den Beginn machte Munichiello, der im Slot gut von Nick Ford freigespielt wurde und mit einem satten Handgelenkschuss den 1:1-Ausgleichstreffer erzielte. Dann war es ein typisches Tor von Brad Snetsinger, der die Miners mit 2:1 in Führung brachte. Snetsinger machte einen Bogen, zog in die Mitte, suchte den schnellen Abschluss und verwandelte ohne Chance für Hagen im rechten Winkel. Kurz vor Drittelende agierten die Miners nach einer Strafe gegen Schiling dann erneut in Überzahl. Fast erzielte Hamm in eigener Unterzahl das 2:2 – Hugo Enock und Rodion Schumacher verhinderten aber einen Treffer der Eisbären. Auf Vorlage von Brad Snetsinger war es dann Tommy Munichiello in der 38. Spielminute, der mit einer guten Bewegung vor das Gehäuse der Eisbären zog, damit seinen zweiten Treffer erzielte und den Spielstand auf 3:1 erhöhte.

In der 53. Spielminute handelte sich Hamm eine weitere Fünf-Minuten-Strafe ein. Nick Ford zog an Tom Geischeimer vorbei; der Verteidiger der Eisbären konnte den US-Amerikaner aber nur noch mit einem Ellbogencheck ins Gesicht stoppen und erhielt nach Videobeweis eine fünfminütige Strafe sowie eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Herne versuchte jedoch nicht aktiv, einen weiteren Treffer nachzulegen, und verwaltete das Spiel abschließend mit einer guten Defensivleistung. Hamm zog zugunsten eines sechsten Feldspielers noch den Torwart. Dennis Palka erkämpfte sich im eigenen Drittel die Scheibe und zog über die gesamte Eisfläche ab. Der Puck landete zum 4:1 im Netz, was gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Tore

  • 1:0 [06:54] Frick (Zuravlev/Reuss)
  • 1:1 [24:06] Munichiello (Bräuner/Ford) PP1
  • 1:2 [26:51] Snetsinger (Ford/Palka) PP1
  • 1:3 [37:12] Munichiello (Snetsinger/Palka) PP1
  • 1:4 [58:08] Palka (Snetsinger) EN

Strafen: 38 – 10; Zuschauer: 869

Montag, 9. Februar 2026 | Quelle: Joel Böhm/ HEV